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Norddeutsche Rundschau

18. August 2017 | 13:04 Uhr

Orden für „Mister Handwerk“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kreishandwerksmeister Helmut Rowedder in Kiel ausgezeichnet

Am 24. Juli erhielt Helmut Rowedder Post von der Kieler Staatskanzlei. Sicher wieder eine Einladung, dachte der Kreishandwerksmeister. Weit gefehlt: Rowedder durfte lesen, dass er einer von sieben Schleswig-Holsteinern ist, die von Bundespräsident Joachim Gauck mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet werden. Jetzt hat Ministerpräsident Torsten Albig die Auszeichnung in Kiel überreicht.

„Ein einmaliges Erlebnis“, schilderte der 66-Jährige. Seit er 1987 stellvertretender Obermeister der Maler- und Lackiererinnung wurde, ist der Itzehoer ehrenamtlich im Handwerk tätig. 1990 lösten seine Ideen zur Entsorgung alter Farben Anfragen aus dem ganzen Bundesgebiet aus – dabei und bei anderen Vorhaben habe es immer Hilfe zur Umsetzung gebraucht, betont Rowedder. „Das kann man nicht alles allein schaffen.“

In der Region sei er als „Mister Handwerk“ bekannt, hieß es in der Laudatio. 1996 kam Rowedder in den Vorstand der Kreishandwerkerschaft Steinburg, seit 2001 ist er Kreishandwerksmeister. 2007 war er an der Fusion mit der Kreishandwerkerschaft Pinneberg zur Kreishandwerkerschaft Westholstein beteiligt, wurde deren Kreishandwerksmeister und zweimal im Amt bestätigt.

Besondere Anliegen, so hieß es weiter, seien die Bekämpfung der Schwarzarbeit und der berufliche Nachwuchs. So unterstütze Rowedder junge Meister bei der Existenzgründung. Weitere Verdienste habe er unter anderem im Arbeitgeberverband Handwerk Schleswig-Holstein und als ehrenamtlicher Richter. Im Jahr 2007 gehörte Rowedder zudem zu den Gründern der Itzehoer Fachgemeinschaft „Leben ohne Barrieren“. Solche Meister, die sich so für den Mittelstand engagierten, brauche das Land, sagte Albig.

Mit „ein bisschen Stolz“ erfülle ihn die Ehrung, sagte Rowedder. „Es ist die Anerkennung für meine ehrenamtliche Arbeit und meinen Einsatz im Steinburger und Pinneberger Handwerk.“ Bis Ende 2015 wolle er noch weitermachen – dann werde er den Betrieb schließen, das Ehrenamt laufe aus.

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erstellt am 10.Sep.2014 | 05:00 Uhr

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