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Stadtgespräch : Ominöser Kasten sorgt für Rätsel

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Verpackungskunst, Paket oder doch ein Blitzer – Glückstädter diskutieren über unbekanntes Objekt im Janssenweg

Wer als Autofahrer im Janssenweg unterwegs ist, tritt in Höhe des Kindergartens Elbbande unweigerlich auf die Bremse. Denn dort steht seit gut einer Woche ein ominöser Kasten am Straßenrand. In eine orangfarbene Plastikplane verpackt, mutet er zunächst an wie ein Blitzer. Doch es ist keiner. Über das geheimnisvolle Paket kursieren in der Stadt bereits die wildesten Gerüchte.

Auch auf Facebook haben sich bereits viele Glückstädter über das Thema ausgetauscht. Handelt es sich vielleicht um die aus einem Paketwagen gefallene Fracht? Unwahrscheinlich – denn auf der etwa einen Meter hohen Sendung standen weder Absender noch Empfänger. Die einen vermuteten zudem, dass hier ein Verpackungskünstler am Werk sei, die anderen glaubten an einen neuen Briefkasten.

Auch die Polizei weiß nicht, was es mit dem merkwürdigen Kasten auf sich hat und teilte mit, dass „in Sachen Paket weder ermittelt, noch eine Soko eingerichtet wird“, so Frank Schneider von der Polizeistation Glückstadt. Bei der Stadtverwaltung wissen Mitarbeiter seit Gründonnerstag von dem scheinbar herrenlosen Objekt. „Wenn unsere Nachforschungen heute nichts bringen, werden wir das Paket – oder um was auch immer es sich handeln mag – einmal öffnen“, teilte Anja Rump von der Stadtverwaltung mit.

Gestern Nachmittag dann die Lösung des Rätsels. „Da ist ein Stromkasten darunter“, erklärte Schulhausmeister Michael Fiek der Ordnungsamtsmitarbeiterin. Woher er das wisse? Ganz einfach – der Kasten störe ihn immer beim Rasenmähen und sei ihm deshalb gut im Gedächtnis. Der Rest klärte sich für Anja Rump dann mit Unterstützung von Thomas Meyer auf. Der Leiter des Kommunalen Services bestätigte die Vermutung. Der Stromkasten sei von einem Auto angefahren und dabei beschädigt worden. „Damit es keinen Kurzschluss gibt, wurde der Stromkasten bis zur Reparatur erst einmal wind- und wassergeschützt eingepackt“, erklärt Meyer. Dafür, dass der sonst so unscheinbare Kasten vorher niemandem aufgefallen war, hat Frank Schneider eine Erklärung: „Solange ein Stromkasten so wie immer aussieht, registriert man diesen als solchen nicht.“

Aber dank der orangefarbenen Plane sei er jedem Passanten sofort ins Auge gefallen.

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