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Norddeutsche Rundschau

17. August 2017 | 01:48 Uhr

Oldies sorgen für volle Tanzfläche

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Drei Bands bieten beste Stimmung im Colosseum / Steinburger Oldie Club braucht aber ein neues Konzept

Die 51. Oldie Nacht, organisiert vom Steinburger Oldie Club (SOC) im Colosseum Wilster, war ein voller Erfolg. Die Musik-Mischung aus Rockabilly und bekannten Coversongs quer durch die Rockgeschichte kam bei den Konzertbesuchern so gut an, dass SOC-Vorsitzender Bernd Schwutzke mehr als ein Lob zu hören bekam. Frank Passauer hatte viele Jahre den Vereinsvorsitz inne und war begeistert von der Tanzmusik: „Second Take steht mit vier Mitgliedern der Urbesetzung auf der Bühne, das ist sensationell.“ Margarete Mahlstedt aus Dammfleth fasste zusammen: „Das ist genau das, was wir hören wollen.“

Bernd Schwutzke hatte zuvor die zahlreichen Gäste begrüßt und dabei der Opfer des Terroranschlags in Frankreich gedacht. „Wir wollen versuchen, mit dem völkerverbindenden Mittel der Musik, ein Zeichen zu setzen, dass wir uns nicht in unserer Freiheit einschränken lassen.“ Der Redner erhielt spontanen, zustimmenden Beifall für seine Worte.

Auf der Bühne präsentierten sich drei Bands mit ganz unterschiedlichem Musikprogramm. Leadsänger Peter Wischmann von Wonderland sorgte mit Songs von Roy Orbison, den T-Rex und Elvis für eine volle Tanzfläche. Second Take brachten rockigere Klänge, unter anderem von den Stones, und sorgten auch bei ihrem zweiten Set als Schluss-Act für Stimmung. Die Sinners aus Hamburg waren zum ersten Mal bei der Oldie Nacht in Wilster und heizten den Gästen mit Liedern der Neuen Deutschen Welle im Rock’n’Roll-Sound ein. Ob Major Tom oder der Sternenhimmel, auf der vollen Tanzfläche wurde gerockt und gesungen. Die drei Musiker konnten erst nach einigen Zugaben und einem Drum-Trio von der Bühne.

Unter den Gästen war auch der langjährige, ehemalige SOC-Schriftführer Franz Jürgensen aus Brunsbüttel. „Ich bin ein Kind der 60er und habe damals lieber Mukke gehört, als Latein zu lernen.“ Er lobte den Harmoniegesang von Second Take und kommentierte: „Die singen die Searchers besser als das Original.“

Trotz des Publikumserfolgs mit über 350 Gästen sieht sich der Oldie Club gezwungen, den Aufbau der Oldie Nacht zu überdenken. „Wir haben Glück, dass Michael Mehrens die Gema-Gebühren für uns übernimmt“, erläuterte Bernd Schwutzke. Trotzdem übersteigen die Ausgaben das Budget des SOC, so dass weitere Oldie-Nächte in diesem Rahmen nicht mehr möglich sind. „Es muss ein neues Konzept erarbeitet werden“, sind sich die Veranstalter einig. Sie hoffen, im Januar zur Jahresversammlung eine andere Umsetzung vorstellen zu können. Das wäre im Sinne der Oldie Nacht-Freunde, denn „es wäre schön, wenn es weitergeht“, hofft nicht nur Margarete Mahlstedt.

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erstellt am 16.Nov.2015 | 07:43 Uhr

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