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Norddeutsche Rundschau

24. Oktober 2017 | 06:54 Uhr

Musik : Oldieclub kämpft weiter ums Überleben

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kaum Resonanz auf Jahresversammlung in Wilster / Andreas Laabs neuer Vorsitzender / In diesem Jahr noch zwei Veranstaltungen

shz.de von
erstellt am 20.Jan.2016 | 17:24 Uhr

Letztes Aufbäumen vor dem unausweichlichen Ende  ? Bereits im vergangenen Jahr stand der 1990 gegründete Steinburger Oldie-Club kurz vor seiner Auflösung. Im Zuge der Hauptversammlung sprach sich eine knappe Mehrheit der anwesenden Mitglieder für die Weiterführung der Clubaktivitäten aus. Auch im Rahmen der diesjährigen Hauptversammlung in der Veranda des Colosseums, war die Auflösung erneut Thema. Rückläufige Besucher- und Mitgliederzahlen sowie defizitäre Veranstaltungen nagen an der Motivation.

Das spiegelte auch die Zahl der Teilnehmer wieder, die zu dem Treffen erschienen waren. Neben dem fünfköpfigen Vorstand nahmen gerade einmal vier von 100 Mitgliedern und ein Gast an der Mitgliederversammlung teil.

Nach mehr als zwei Jahrzehnten des Wirkens, gelungener Veranstaltungen und vielen positiven Erinnerungen fiel es den Anwesenden jedoch schwer, das endgültige Aus des Steinburger Oldie-Clubs zu beschließen. In diesem Jahr sollen noch einmal zwei Veranstaltungen organisiert werden.

Ein Open-Air Konzert im Sommer sowie eine letzte Oldie-Night an der Seite des Betreiberehepaares Michael und Martina Mehrens im Colosseum sind angedacht. Ob danach noch weitere Veranstaltungen folgen werden, ist offen. „Es war eine tolle Zeit, aber so geht es nicht weiter“, sagte Frank Passauer. Eine Aussage, die sich nicht nur auf die Veranstaltungen, sondern ebenfalls auf die Clubentwicklung bezog. Nur mit Mühe und Not wurden die Vorstandsämter neu besetzt.

Nach 14 Jahren an der Spitze des Steinburger Oldie-Clubs stand der Vorsitzende Bernd Schwutzke aus gesundheitlichen Gründen für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung. „Es war eine unheimlich schöne Zeit. Ich habe viele nette, engagierte Menschen kennen gelernt, was mir den Abschied erschwert, doch mein Entschluss steht fest“, unterstrich Schwutzke. Schriftführer Andreas Laabs wurde daraufhin zum Nachfolger ernannt. Aufgrund mangelnder Kandidaten bekleidet dieser ebenfalls den Posten des Schriftführers und bleibt Pressewart.

Ebenfalls neu besetzt wurde der Posten des Kassenwarts. Aus beruflichen Gründen stellte sich Thosten „Tony Tornado“ Stührk für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung. Gerd Dammann erklärte sich schließlich bereit, die Funktion zu übernehmen. Während das Amt des zweiten Beisitzers unbesetzt blieb, übernahm Frank Passau noch einmal die Aufgaben des Kassenprüfers. „Ich bin Mitglied der ersten Minute und werde dann auch bis zur letzten Minute bleiben“, erklärte Passau, der davon ausgeht, dass 2016 das letzte Jahr des Steinburger Oldie-Clubs sein wird.

„Es ist eine schwere Zeit für Live-Musik und die GEMA macht einem das Leben durch ihre Gebührenpolitik nicht gerade einfacher. Aber der Oldie-Club muss überleben, um Steinburger Bands eine Bühne bieten zu können“, äußerte Bernd Schwutzke abschließend.

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