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Norddeutsche Rundschau

12. Dezember 2017 | 15:59 Uhr

Baltic-Rallye : Ohne Plan um die Ostsee

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Drei Steinburger wollen im nächsten Sommer mit einem 20 Jahre alten Fahrzeug 7500 Kilometer für einen guten Zweck zurücklegen

Mit einem über 20 Jahre alten Fahrzeug in 16 Tagen ohne Autobahnen und Navigationsgerät durch zehn Länder fahren und dabei 7500 Kilometer zurücklegen: Mark Bollhardt (48) und Mirco Schade (40) aus Itzehoe sowie Martin Krause (45) aus Lägerdorf nehmen diese Herausforderung. Sie gehen als Rallye-Team bei der „Baltic Sea Circle“ an den Start.

Die Idee, an dieser Benefiz-Veranstaltung teilzunehmen, hatte Mark Bollhardt nach einem Fernsehbericht über die Ostseerallye. Von der Teilnahme überzeugte der gelernte Kfz-Mechatroniker später auch seine beiden Freunde. „Die waren Feuer und Flamme, so dass wir nur noch unsere Ehefrauen vor vollendete Tatsachen stellen mussten.“ Als erstes musste jedoch, wie vom Veranstalter vorgegeben, ein über 20 Jahre altes und vor allem günstiges Fahrzeug gefunden werden. „Wir hatten Glück, als wir im Mai diesen Jahres bei Max Henning von der Suder Mühle den VW T4, Baujahr 1993, günstig angeboten bekamen“, sagt Bollhardt.

Um dieser Benefiz-Aktion starten zu können, sind die drei Steinburgerr jedoch auch auf die Hilfe von Sponsoren angewiesen. “ Mit den Firmen Butenschön aus Hohenaspe, HFN aus Wilster und Ladenthin aus Bekmünde haben auch schon einige Firmen zugesagt. „Das Fahrzeug wurde von unserer Auszubildenden Sarah Pauls (24) innerhalb einer Woche gespachtelt, grundiert, gefüttert, lackiert und beklebt“, sagt Ladenthin-Chef Sascha Templin.

Für die drei Rallyeteilnehmer ist dies jedoch erst der Anfang. „Wir werden noch viel Arbeit in den Bus stecken müssen“, sagt Bollhardt. Viele Tage und Nächte müsse noch an dem Fahrzeug geschraubt und geschweißt werden. „Der Bus wird uns 16 Tage lang als rollendes Wohn- und Schlafzimmer dienen.“ Daher sei es dringend notwendig, dass der Innenraum mit Strom und Betten ausgestattet werde. Außerdem notwendig sei das Aufsetzen eines Dachgepäckträgers, auf dem Werkzeug, Benzinkanister, Scheinwerfer und eine Rundumbeleuchtung angebracht werden sollen. Schließlich ist das erklärte Ziel, die lange Strecke und die teilweise abenteuerlichen Pisten zu überstehen und die Ziellinie in Hamburg wieder zu erreichen. Dass ein gewisses Restrisiko mit technischen Problemen nicht auszuschließen ist, wissen die Steinburger. Dennoch sind sie optimistisch, das Auto – notfalls mit Improvisation und Hilfe von Einheimischen und anderen Teams – über die Strecke zu bekommen.

Und die hat es mehr als in sich: Von Hamburg geht es über Dänemark, Schweden und Norwegen über die Lofoten und das Nordkap nach Russland, Estland, Lettland und Polen zurück nach Hamburg. „Der Baltic Sea Circle ist ein Abenteuer und keine geführte Tour.“ Sie seien dabei völlig auf sich allein gestellt. „Lediglich die guten alten Hilfsmittel, wie Straßenkarten oder Kompass, sind erlaubt“.

Im Vordergrund der Aktion steht für Bollhardt, Krause und Schade der Benefiz-Gedanke der Rallye. Jedes Team muss Spenden von mindestens 750 Euro für einen guten Zweck sammeln. Als Spendenempfänger haben sich die Drei den Itzehoer Hospizdienst sowie die Deutsche Lebensbrücke ausgesucht. Firmen, die das Team als Sponsor unterstützen möchten, steht auf dem Rallyefahrzeug ein Platz für den Firmenaufkleber zur Verfügung. „Privatleute können unser Fahrzeug per Hand signieren“. Der Startschuss zur Rallye fällt am 18. Juni 2016 in Hamburg, die Tour endet am 3. Juli.

>Weitere Infos: www.i.r.t.jimdo.com.

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