Ehrenamtsmesse : Ohne Freiwillige geht es nicht

Glücksrad: Uwe Paulsen verloste Fahrten mit der Bargener Fähre, Silke Wille versuchte ihr Glück.
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Präsentation von 36 Vereinen und Verbänden in der Sporthalle am Brunsbütteler Bildungszentrum verdeutlicht die Leistungen der freiwillig tätigen Mitbürger.

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17. März 2014, 17:00 Uhr

„Nach dem Motto: Ehrenamt macht Freu(n)de, eröffne ich diese Messe.“ Bürgervorsteherin Karin Süfke freute sich über insgesamt 36 ausstellende Vereine und Verbände bei der Ehrenamtsmesse in der Sporthalle des Brunsbütteler Bildungszentrums.

In einer Zeit der Veränderungen, in der die Bevölkerung immer älter werde und sich die familiären Strukturen wandelten, gebt es viele Aufgaben, die von der Verwaltung nicht bewältigt werden können, sagte Süfke in ihrer Eingangsrede. „So manches Angebot im sozialen Bereich könnte es ohne freiwillige Leistungen und das große Engagement nicht geben.“ Schirmherr Landrat Jörn Klimant fasste zusammen: „Ehrenamtsmesse ist klasse!“ Man solle sich einmal vorstellen, das Ehrenamt gäbe es nicht. „Dann merken Sie, was diese Arbeit wert ist. Was hier geleistet wird, ist nicht bezahlbar.“ Es werde gezeigt, was alles stattfinde, wer sich der Sorgen und Probleme der Menschen annehme und Hilfe anbiete. „Diese Messe ist eine tolle Plattform, um zu zeigen was geht und Möglichkeiten sichtbar zu machen“, so Klimant weiter.

Sein Steinburger Amtskollege Torsten Wendt zeigte am Stand des DRK-Kreisverbandes, wie man Erste Hilfe leistet. Gemeinsam mit Bürgermeister Stefan Mohrdieck und Karin Süfke informierten sich die Landräte bei den Präsentationen der verschiedenen Anbieter. Die Bürgervereine in Brunsbüttel hatten die Organisation der Messe übernommen und von der Stadt große Unterstützung erhalten.

Neben Gesundheitsangeboten von der Rheumaliga oder der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft stellten auch die Seemannsmission Brunsbüttel, der Bargener Fährverein und der Geschichtsverein ihre Arbeit vor. Bei der Stiftung Mensch konnte man spontan sein Alter um 40 Jahre erhöhen und den Folgen des Alterns nachspüren: Mit einer Weste, Arm- und Fußmanschetten, in denen sich zirka 16 Kilogramm Gewicht verbargen, und einem Helm, der das Sehen und Hören einschränkte, galt es einige Aufgaben zu bewältigen. Nicht einfach, wie Mitarbeiterin Angelika Braun beim Selbstversuch feststellte. Sie musste Salz umfüllen und kleine Gegenstände angeln oder den eigenen Namen schreiben. „Es ist ermüdend, macht ängstlich und ist ohne Hilfe kaum zu bewältigen“, versuchte sie, ihre Erfahrung in Worte zu fassen.

Käthe Templin und Telse Brehmer stellten den Verein SiS – Seniorpartner in School vor. Als Brücke zwischen Alt und Jung versuchen hier lebenserfahrene Senioren in Schulen für ein besseres Miteinander zu sorgen. Der Südseitentreff Brunsbüttel warb mit seinem Förderverein für seine Angebote. „Unser jüngstes Projekt ist eine Holzwerkstatt in Zusammenarbeit mit Tischlermeister Meik Dettloff, in der die Jugendlichen beim gemeinsamen Planen und Umsetzten ihr Gemeinschaftsgefühl vertiefen sollen“, erklärte Treff-Leiterin Britta Rusche.

Während im Außenbereich die Feuerwehr Erbsensuppe anbot, sorgte im Eingangsbereich der Sporthalle das Kuchenbuffet des Bürgervereins für Aufsehen. „Wer da sieben Wochen ohne macht, sollte heute pausieren“, freute sich Jörn Klimant auf eine Kaffeepause.

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