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Norddeutsche Rundschau

22. September 2017 | 10:22 Uhr

Offener Ganztag wird ausgebaut

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Betreuungsverein will mit neuem Vorstand bewährtes Konzept schrittweise entwickeln

von
erstellt am 02.Jun.2015 | 10:25 Uhr

Neuer Vorstand, aber unverändertes Konzept: Der Schulverein für Betreuungsangebote an Brunsbütteler Schulen will seine bislang erfolgreiche Arbeit grundsätzlich nach bewährtem Muster fortsetzen.

Dass sich ein neuer Vorstand finden musste, war gesetzlichen Änderungen geschuldet. Denn bisher waren Lehrer im Verein maßgeblich aktiv, das dürfen sie mittlerweile aber nicht mehr. So legten denn Vorsitzende Christin Scharge (Förderschule) und ihr Stellvertreter Hans-Peter Stein (Gemeinschaftsschule) die Ämter in neue Hände, damit das offene Ganztagsangebot aufrecht erhalten werden kann. Seit kurzem haben Dr. Kai Schwonberg (Vorsitz), Bürgermeister Stefan Mohrdieck (2. Vorsitzender), Sven Ole Ausborm (Kasse) und Martina Ruffmann (Schriftführerin) die Geschicke des Vereins.

„Ich bin ganz begeistert von diesem neuen Vorstand“, sagt Koordinatorin Susanne Peacock. Sie gibt aber auch zu, dass der bereits vor drei Jahren vom Gesetzgeber verlangte Rückzug der Lehrer aus dem Projekt für die Beteiligten schmerzlich gewesen sei. Sie hätten die Arbeit schließlich außerhalb des Unterricht mit viel Herzblut auf einen erfolgreichen Weg gebracht. „Für die Lehrkräfte war das bitter“, sagt Susanne Peacock.

Kai Schwonberg, der für die 20 Mitglieder des Betreuungsvereins spricht, will zum Bewährten stehen: „Ich bin ein Vorstand, der sich darauf verlässt, dass die gute Arbeit fortgesetzt wird.“ Natürlich wolle sich niemand auf dem Erreichten ausruhen, das Konzept und damit das Angebot sollen weiter entwickelt werden. So gilt es als denkbar, dass sich Teilnehmer auch nur für einzelne AGs an den Nachmittagen anmelden und nicht für das gesamte Betreuungsprogramm. Auch dass Kinder nur zum Essen ins Förderzentrum gehen, etwa wenn Gymnasiasten eine Freistunde haben, könnte möglich werden.

Gleichwohl betont Susanne Peacock die Bedeutung einer hohen Verlässlichkeit des Ganztagsangebots, das aus Mittagessen, Lernstunde und anschließenden AGs besteht. Es sei daher nicht das Ziel, nur auf bestimmte Bedarfe der Eltern zu reagieren. Das Betreuungsangebot soll nicht zum Lückenfüller im Tagesablauf werden. Vielmehr sieht Peacock dies auch als Vorbereitung der Schüler für den Berufsalltag – eben durch die Verlässlichkeit, durch feste Abläufe. Die Eltern zahlen fürs Mittagessen 3 Euro, für die Teilnahme an Arbeitsgruppen 1,90 Euro. Die AGs werden von ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut: Fünf kümmern sich um die Lernstunden, 18 sind in den Arbeitsgruppen aktiv. Der offene Ganztag wird von 12 bis 16 Uhr angeboten. Auch die drei Schulsozialarbeiter stehen auf der Liste des Betreuungsvereins.

„Der Ganztag könnte noch besser angenommen werden“, sieht Kai Schwonberg Entwicklungspotenzial. So ließe sich die eine oder andere AG auch in die Gemeinschaftsschule oder ans Gymnasium verlegen. Das würde den Schülern kürzere Wege bescheren. Und dem Angebot vielleicht mehr Teilnehmer. Derzeit, so Susanne Peacock, stünden 68 Kinder in der Online-Anmeldung, 40 von ihnen seien „richtig aktiv“ im offenen Ganztag. Derzeit drittele sich die Beteiligung nach den Schularten Förderschule, Gemeinschaftsschule und Gymnasium. Sie sieht eine besondere familiäre Atmosphäre des Angebot als ganz entscheidendes Merkmal für die Beteiligung und lädt ein: „Alle, die uns kennen lernen möchten, brauchen nur vorbei zu kommen.“

>Infos: foerderzentrum-dithmarschen-sued.brunsbuettel.de/Offener-Ganztag

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