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Norddeutsche Rundschau

21. September 2017 | 21:45 Uhr

Offene Ohren für Familien

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Iris Dohr leitet das Familienzentrum der Schleusenstadt / Projektpartner werden gesucht

von
erstellt am 23.Jun.2015 | 08:04 Uhr

In ihrem Büro im Kindergarten Noahs Arche laufen die Fäden zusammen: Iris Dohr leitet das Brunsbütteler Familienzentrum, eine von insgesamt vier derartigen Einrichtungen in Dithmarschen. Projektpartner in der Schleusenstadt sind derzeit die Boy-Lornsen-Grundschule und die Kita Löwenzahn aus der Töpferstraße. Inhaltliche Schwerpunkte hatte die Stadt mit einer Elternbefragung ermittelt: Informationen und Beratung zu Freizeitaktivitäten mit Kindern,Informationen und Beratung zu allgemeinen Erziehungsfragen, aber auch Kinderbetreuung neben der Kita und der Schule.

Iris Dohr bündelt die Bedarfe und sucht nach Lösungsmöglichkeiten. Das hört sich alles sehr theoretisch an. Aber die Erzieherin sieht ganz handfeste Ansatzpunkte für ihre Arbeit. So hatte die Elternumfrage auch ergeben, dass in den Ferien eine Betreuung nötig sei für Kinder. Nun werden sich Noahs Arche und Sasol sowie die Boy-Lornsen-Grundschule die sechs Wochen Sommerferien teilen und entsprechende Angebote vorhalten.

Iris Dohr sieht einen weiteren Schwerpunkt in der Familienberatung, dafür hat sie eigens eine Zusatzqualifikation erworben. „Wenn es dringend wird, kann ich sofort aktiv werden“, erklärt sie. Das können etwa familiäre Krisen sein, in denen ihre Hilfe benötigt wird. Ist es weniger akut, sieht sie ihr Büro im Eingangsbereich das Kindergartens gut untergebracht. Denn der Gang in die Kita habe zunächst etwas Neutrales, glaubt sie. Anders jedenfalls, als wenn jemand etwa das Jugendamt aufsuche.

Noch steht das vom Land bis zu fünf Jahre geförderte Familienzentrum am Anfang, es seien noch viele Ideen möglich, sagt Iris Dohr. Und es würden noch Projektpartner gesucht. „Ich nehme gerne Angebote für Ideen an.“ Die Bandbreite sei groß, ist sie überzeugt. Entscheidend sei am Ende: „Es muss passen.“ Ausgestreckt hat sie ihre Fühler sogar nach Horni Pocernice, der tschechischen Partnerstadt Brunsbüttels. „Das ist ein ganz anderer Ansatz, Ideen zu finden“, freut sich Bettina Möller, Leiterin von Noahs Arche. Sie könnte sich auch einen Babysitterdienst vorstellen, der über das Familienzentrum an Eltern vermittelt werden könnte. Ohnehin sei es wichtig, Eltern mitzunehmen, um die Idee dieser Anlaufstelle mit Leben zu füllen. „Dann wird es einfacher“, sagt Bettina Möller.

Im Hintergrund wirkt ein Koordinierungskreis. Der soll, so Gabriele Hoschek von der Stadtverwaltung, weitere Partner gewinnen. Elternvertreter, die Grundschule West oder auch die Volkshochschule gehören für sie dazu. Tagen soll dieser Kreis alle drei Monate. Dann soll er auch über seine Arbeit berichten.

>Kontakt Iris Dohr im Familienzentrum: 04852/836473 (Anrufbeantworter).

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