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Norddeutsche Rundschau

18. November 2017 | 17:01 Uhr

Bildung : Offene Angebote im ganzen Kindergarten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Evangelische Kita Fehrsstraße feiert und präsentiert neues Konzept

von
erstellt am 06.Jun.2015 | 07:00 Uhr

Fische, Frösche und Enten. Gleich zu Beginn bevölkerten sie die Evangelische Kindertagesstätte Fehrsstraße. Auch heute heißen die Gruppen noch so, die Seepferdchen in der Altersklasse unter drei Jahren sind hinzugekommen. Aber das Konzept ist völlig neu. Zum 40. Geburtstag der Einrichtung wird es mit einem Tag der offenen Tür am Dienstag, 9. Juni, vorgestellt.

85 Plätze hat der Kindergarten heute, für 75 Kinder wurde er im Mai 1975 aus Fertigbauteilen errichtet. Im August 2008 kamen erstmals Krippenkinder, drei Jahre später wurde der Anbau für die Kleinsten eingeweiht. Parallel zu diesen Arbeiten wurde eine Wand zwischen zwei Gruppenräumen durchbrochen, die Drei- bis Sechsjährigen konnten hin und her wechseln. Ab diesem Zeitpunkt, so Leiterin Claudia Pohlmeyer, reifte der Gedanke, im ganzen Haus mit allen Gruppen offen zu arbeiten.

Doch zunächst sei die Skepsis groß gewesen. Die Lösung: Die Mitarbeiterinnen hospitierten im eigenen Kindergarten. Jeder habe mehr Verständnis für die Arbeit der anderen bekommen, der Funke sei übergesprungen, sagt Claudia Pohlmeyer. Auf eine Fortbildung für alle folgte die Entscheidung: Das offene Konzept soll kommen. „Unsere Eltern haben wir gut mitgenommen“, meint die Leiterin. Zweifel seien ausgeräumt worden, gerade bei den Eltern mit kleineren Kindern.

Seit Februar läuft das Konzept. Die Kinder melden sich morgens in ihren Stammgruppen an, können dann aber entscheiden, wo sie hingehen: „Das schaffen sie ganz allein.“ Der Morgenkreis ist ein fester Termin für alle, dann folgt der Kern – die Angebotszeit. Die Kita-Räume wurden umgestaltet: Atelier, Bauen und Konstruieren, Rollenspiel, Wahrnehmung, Lernwerkstatt, Bewegung und „Schlemmer-Lounge“. Wer was macht, wählen die Erzieherinnen aus. Das klappe gut, sagt Claudia Pohlmeyer: „Die Kinder wissen, sie kommen immer mal dran.“

In den Funktionsräumen können sich die Jungen und Mädchen in Ruhe mit dem Projekt oder Spiel ihrer Wahl beschäftigen. Das Ergebnis: „Es ist wesentlich ruhiger.“ Auf eine Frühstückspause folgt die Zeit in der Stammgruppe. Das sei der Berührungspunkt mit der eigenen Gruppe, erklärt die Leiterin. Danach gehe es für alle nach draußen, anders als früher gleichzeitig. In dieser Zeit könnten sich dann auch die Erzieherinnen über die Ereignisse des Vormittags austauschen. Der Nachmittag ist nach demselben Prinzip aufgeteilt, beginnend mit der Zeit im Garten. Und der Erfolg? „Wir sind alle sehr, sehr glücklich.“

Beim Tag der offenen Tür am Dienstag, 9. Juni, ab 15 Uhr werden Konzept und Funktionsräume präsentiert, zudem gibt es bei Kaffee und Kuchen einen Rückblick auf die 40-jährige Geschichte. Ein Jubiläumsgottesdienst beginnt Sonntag, 14. Juni, um 10 Uhr in St. Laurentii.

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