Umwelt : Öl-Verschmutzung auf dem Rhin

Matten gegen die Verunreinigung: Mittels öl-absobierender Stoffe bekämpften die Einsatzkräfte den Ölfilm auf der Wasseroberfläche.
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Matten gegen die Verunreinigung: Mittels öl-absobierender Stoffe bekämpften die Einsatzkräfte den Ölfilm auf der Wasseroberfläche.

Mitglieder des Glückstädter Fischereivereins entdecken Öl-Film auf Gewässer.

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23. Juli 2014, 17:00 Uhr

Penetranter Geruch von Dieselkraftstoff störte Montagabend die Idylle am Rhin. Mitglieder des Glückstädter Fischereivereins gingen der Sache nach und entdeckten zwischen den „Ateliers am Rhin“ und dem Schöpfwerk einen bunt schillernden Ölfilm. Dieser war mal mehr und mal weniger breit ausgeprägt und trieb vorrangig in Ufernähe sowie zwischen Booten und Stegen.

Umgehend wurden Kräfte der Glückstädter Feuerwehr sowie des Löschzuges Gefahrgut mit ihrem Ölbekämpfungs-Equipment zum Rhin beordert. Auch die Nachtstreife der Polizei und die Wasserschutzpolizei aus Brunsbüttel sowie das Ordnungsamt fuhren zur Einsatzstelle. „Mittig des Gewässers treibt ein Ölfilm auf die Schleuse beim Rhinschöpfwerk zu. Deshalb darf die Schleuse nicht geöffnet werden“, bestätigte Glückstadts Wehrführer Ties Tießen.

Parallel zu ersten Eingrenzungsmaßnahmen nahmen Feuerwehr und Polizei eine Lageerkundung in der Umgebung vor, um die Herkunft des Ölfilms zu klären. Natürlich sollte dabei wenn möglich auch ein möglicher Verursacher der Gewässerverunreinigung identifiziert werden. Als eine Behördenvertreterin der unteren Wasserbehörde vor Ort eintraf, stand aber fest: Die Ursache der Verschmutzung ließ sich nicht finden. Auch konnte die Feuerwehr keine konkreten Angaben über die ausgetretene Menge machen. Fakt aber war, dass trotzdem eine Ausbreitung des Ölfilms verhindert werden musste. Deshalb verlegten Kräfte des Löschzuges Gefahrgut mit Hilfe ihrer Glückstädter Kameraden eine über 100 Meter lange Ölsperre und brachten öl-absorbierende Matten auf die betroffene Wasseroberfläche. Gegen 23 Uhr war der Einsatz für die Feuerwehr soweit abgearbeitet.

Gestern trafen sich die Feuerwehreinsatzleitung, die Wasserbehörde und das Ordnungsamt zur Nachkontrolle noch einmal am Rhin. Weil sich der Ölfilm inzwischen dank Sonne und hoher Temperaturen aufgelöst beziehungsweise von den Ölsperren aufgesogen worden war, konnten die Einsatzmittel jetzt wieder aus dem Rhin gefischt werden. Sie werden als Sondermüll entsorgt.

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