zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

20. Oktober 2017 | 05:48 Uhr

Erntezeit : Obstbauern erwarten gute Apfelernte

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Grundsätzlich sind die Obstbauern in den Kreisen Pinneberg und Steinburg zufrieden. Und die Preise für Verbraucher sollen stabil bleiben. Aber der Ukraine-Konflikt bereitet den Landwirten Sorgen.

von
erstellt am 03.Sep.2014 | 17:09 Uhr

Ernteeinbußen von mehr als 50 Prozent machten den Obstbauern im vergangenen Jahr zu schaffen. Das kalte und nasse Frühjahr hatte einen Großteil der Blüten vernichtet. „Das war eine Katastrophe“, sagt Georg Kleinwort, Vorsitzender des Bauernverbands der Kreise Pinneberg und Steinburg. Doch für dieses Jahr ist der Obstbauer aus Haselau zuversichtlich. Das trockene Wetter beschere eine Ernte mit durchschnittlichem Ertrag, aber von hervorragender Qualität.

„2013 war die Ernte auf zwölf Tonnen je Hektar eingebrochen. Für dieses Jahr rechne ich mit 35 bis 40 Tonnen“, sagt Kleinwort, auf dessen Hof jetzt die sechswöchige Hauptsaison beginnt. In Spitzenjahren würden 50 Tonnen erzielt. Angetan sind Kleinwort und sein Kollege Gerd Hell aus Neuendorf bei Elmshorn von der Qualität. „Zurzeit geben die warmen Tage und kalten Nächte den Äpfeln eine tolle Färbung und guten Geschmack“, so Hell.

Kleinwort erwartet, dass die Preise für den Verbraucher stabil bei 1,50 bis 2 Euro pro Kilogramm bleiben. Gleiches hofft er für den Preis, den die Bauern für ein Kilo Tafelware erzielen. Dieser dürfte bei 45 bis 50 Cent liegen, schätzt der Vorsitzende des Bauernverbands im größten Apfelgebiet Schleswig-Holsteins, 350 von 500 Hektar Anbaufläche sind in den Kreisen Steinburg und Pinneberg.

Sorgen bereitet den Obstbauern der Ukraine-Konflikt. Wegen des Einfuhrverbots nach Russland drohen den Landwirten Verluste. „Von der EU erhalten wir als Ausgleich pro 100 Kilogramm 13,22 Euro. Normalerweise bekommen wir 35 bis 40 Euro“, klagt Kleinwort. Auch die Vermostung sei keine Alternative. „Der Preis ist im Keller. Wir bekommen zurzeit drei Cent pro Kilo, sonst gibt es 14  Cent.“ Doch das Wetter spiele den Bauern in die Karten. Denn in den Export gehen nur Äpfel mit Übergröße, normalerweise etwa zehn Prozent einer Ernte. „Durch den trockenen Sommer werden wir eine sehr geringe Zahl an Übergröße-Äpfeln haben.“

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen