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Ob Pony oder Auto: Jugendliche sind Sparfüchse

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Achtklässler aus Glückstadt informieren sich bei Ralf-Joachim Götz von der Deutschen Vermögensberatung über das Thema Geld und finanzielle Absicherung

  Ralf-Joachim Götz von der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) staunte nicht schlecht, als ihm die Schüler der Klasse 8c der Elbschule Glückstadt erzählten, worauf sie so alles sparen: Die erste eigene Wohnung, ein eigenes Pony oder der Führerschein. „Dass die Jugendlichen mit ihren 14 - 15 Jahren schon so vorausschauend planen, das ist super“, sagte der Finanzexperte – und freute sich über das große Interesse der Klasse am Thema Geld und Sparen.

Im Rahmen des Projektes „Zeitung in der Schule“ besuchte Götz die Elbschule Glückstadt. Für den Workshop mit dem Titel „Spare dein Geld, dann bist du der Held“ war der Direktor und Chefvolkswirt der DVAG aus Frankfurt angereist.

„Ich spare schon ganz lange und lege mein Geld auf einem Sparkonto an“, erzählte der 14-jährige Ole. Und da ist schon einiges zusammengekommen. Insgesamt 1700 Euro, berichtete er stolz. Und der Schüler hat auch schon eine genaue Vorstellung, wofür er dieses Geld ausgeben möchte: „Ich brauche es für meinen Führerschein.“

Auch Klassenkameradin Jenny legt jeden Monat etwas beiseite – rund 80 Euro sind es bei der 14-Jährigen. „Ich habe zwei Ponys. Da brauche ich das Geld für die Kosten“, sagt sie. Das Geld verdient sie sich durch Nebenjobs wie Zeitung austragen.

Nicht nur das Thema Sparen und Vorsorgen stand für die Klasse 8c auf dem Programm. Warum gab es früher mehr Zinsen fürs Ersparte? Was bedeutet eigentlich Inflation? Und wie groß ist das gesamte Geldvermögen der Deutschen? „Über fünf Billionen Euro“, verriet Götz den Schülern, die angesichts dieser Summe ins Staunen gerieten. Dagegen wirke sogar der Schuldenberg Deutschlands mit gut zwei Billionen Euro vergleichsweise klein, meinten sie.

Höhepunkt des Workshops war für viele aber der Moment, als der Finanzexperte ein kleines Stück echtes Gold sowie einen Kupferbarren durch die Reihen gab. So manch einer geriet beim Anblick des glänzenden Edelmetalls ins Träumen.

Trotzdem waren sich am Ende alle Schüler einig: Geld schafft tolle Möglichkeiten, ein Gefühl von Sicherheit und man braucht es zum Leben. Doch Freunde und Gesundheit kann man sich davon auch nicht kaufen.

Klassenlehrerin Martina Kruse zeigte sich nach dem Workshop begeistert: „Alle haben wirklich toll mitgemacht und großes Interesse an dem Thema gezeigt. Ich finde es wichtig, dass sich die Kinder mit dem Thema Geld auseinandersetzen. Schließlich geht es uns alle an.“

Die Lehrerin der Glückstädter Elbschule ist nicht zum ersten Mal mit einer Klasse bei dem Zisch-Projekt dabei. Seit Jahren bindet sie die Tageszeitung in den Unterricht ein. „Ich finde, es ist eine tolle Möglichkeit, die Schüler an das Medium Zeitung heranzuführen“, sagte sie.

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erstellt am 08.Jun.2016 | 09:50 Uhr

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