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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 16:19 Uhr

Beschlossen : Nullrunde im Stadtumbau

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Itzehoer Vorhaben östlich der Hindenburgstraße und auf Alsen sind bereits finanziert, neue Fördermittel sind nicht nötig.

von
erstellt am 23.Dez.2016 | 17:00 Uhr

Die Arbeiten im Sanierungsgebiet östlich der Hindenburgstraße gehen im kommenden Jahr weiter. Auch für den städtischen Teil des Alsen-Geländes gibt es Pläne. Beides wird gestützt mit Mitteln aus dem Förderprogramm Stadtumbau West. Doch es ist schon genügend Geld da. Deshalb stellt die Stadt zwar wie gefordert beim Kieler Innenministerium einen Antrag für das Förderprogramm Stadtumbau West – doch als Summe steht darin eine Null.

Der Grund ist ein „über Gebühr gefülltes Konto“, wie Bauamtsleiterin Bettina Bühse sagt. Gemeint ist das Treuhandkonto, auf dem die nicht verbrauchten Fördergelder aus den Vorjahren liegen. Es sind 3,9 Millionen Euro, aus den bisherigen Bewilligungen hat die Stadt im kommenden Jahr weitere 300  000 Euro abzurufen. Sie selbst ist immer mit einem Drittel der Summe dabei, die anderen Teile kommen von Land und Bund. Was geplant sei, könne damit finanziert werden, sagt Bettina Bühse. Und für nicht rechtzeitig ausgegebene Fördergelder muss die Stadt Zinsen zahlen – „das schmerzt“. Für das kommende Jahr wird die Summe auf 50  000 Euro geschätzt.

Weitere Bauarbeiten wird es im kommenden Jahr im Bereich östlich der Hindenburgstraße geben. Schützen-, Kasernen- und Moltkestraße sind umgestaltet, nun sind Heinrich-, Sievers- und Hohe Straße inklusive Verbindungsweg an der Reihe. Gern sähe die Bauamtsleiterin, dass private Eigentümer ihre Gebäude mit Hilfe von Fördermitteln sanieren. Bisher habe das niemand getan, es liege wohl am komplizierten Verfahren und den finanziellen Möglichkeiten. Dennoch: „Wir stehen Gewehr bei Fuß und würden uns freuen, wenn Eigentümer umfänglich sanieren.“

Fortgeschrieben wird derzeit das Teilräumliche Entwicklungskonzept (Trek) für das Sanierungsgebiet. Wie alles andere muss es mit dem Kieler Innenministerium abgestimmt werden. Behandelt werden darin die Flächen des früheren Supermarkts am Coriansberg, aber auch die der Feuerwache. Wenn diese umziehe in die Kastanienallee, favorisiere das Bauamt eine Nachnutzung mit Wohnungen, gern auch mit besonderen Projekten, so die Leiterin. Klar ist aber: „Da muss man einen Investor finden, der es macht.“

Im Plan der Vorhaben findet sich auch der Kauf einer Gewerbefläche in der Talstraße 18: „Das ist bis heute nicht gelungen.“ Eher ein Platzhalter ist aus Bettina Bühses Sicht der Ansatz für das Grundstück des Zolls: „Wir wissen nicht, wann das Hauptzollamt den Standort verlässt – bestimmt nicht in 2017.“ Ebenfalls aufgeführt ist die Brache neben der Behörde an der Moltkestraße, aber inzwischen steht fest, dass dafür keine Fördermittel fließen können.

Offen ist die Zukunft der fünf Hektar, die der Stadt auf Alsen gehören. Damit keine Fördermittel zurückgezahlt werden müssen, hatte die Ratsversammlung im Sommer ein Konzept verabschiedet. Danach soll ein Grünzug hergerichtet werden mit einer Wegeverbindung von und nach Wellenkamp. Die meisten Gebäude sollen abgerissen und nur Rudimente erhalten bleiben, „um in der Fläche die Spuren der aufgegebenen industriellen Nutzung erlebbar zu machen“. So steht es in der Vorlage für die jüngste Ratsversammlung, die den „Nuller-Antrag“ für das Förderprogramm einstimmig und ohne Diskussion billigte. Die Abstimmung darüber mit Kiel ist noch nicht beendet.

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