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Seniorenbeirat : Notfallmappe – Hilfe im Ernstfall

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Von Kontodaten bis Versicherungen: Hohenlockstedter Seniorenbeirat bringt Broschüre heraus, die Angehörige im Notfall unterstützen soll

Eben noch mitten im Leben, plötzlich auf der Intensivstation, möglicherweise monatelang: So geht es jedes Jahr Tausenden von Menschen. Um die Angehörigen in solchen Fällen zu unterstützen, sollten die wichtigen Informationen für den Ernstfall zusammentragen werden. Doch wo fängt man an, wo hört man auf?

Hilfe für Angehörige gibt die neue Notfallmappe, die der Hohenlockstedter Seniorenbeirat jetzt herausgegeben hat. Dort können alle Informationen, die Angehörige im Notfall wissen müssen, eingetragen werden – von persönlichen Daten, Telefonnummern, über Versicherungen, Steuernummern, Medikamenten, Krankenversicherungs- und Kontodaten bis hin zu medizinischen Daten sowie bestehenden Verträgen und Abonnements. Falls ein Todesfall vorliegt, gibt es in der Notfallmappe auch zahlreiche Hinweise, was dann zu erledigen ist.

„Bei unseren verschiedenen Informationsveranstaltungen haben wir festgestellt, dass Handlungsbedarf besteht“, begründet Günther Ziehm, Vorsitzender des Seniorenbeirates, die Erstellung der Mappe. Trete ein Notfall ein, reagiere man oft hektisch und unter Zeitdruck, dies müsse nicht sein. „Die Notfallmappe gibt ein gutes Gefühl, vorgesorgt zu haben.“ Die Mappe sei nicht nur für die Generation 60plus gedacht, sie könne von allen Einwohnern genutzt werden. Der Seniorenbeirat bietet älteren Hohenlockstedtern auch an, beim Ausfüllen des Vordrucks behilflich zu sein. Sprechstunde ist am jeden zweiten Dienstag im Monat von 8.30 bis 11 Uhr im Treffpunkt 100 (Kieler Straße 100). Beim nächsten Treffen am Dienstag, 14. Januar, geht es dabei überwiegend um die Notfallmappe.

Die Gemeinde hat das Vorhaben des Seniorenbeirates unterstützt, denn es sei wichtig, sich frühzeitig mit Situationen, in denen man unerwartet auf fremde Hilfe angewiesen sei, auseinander zu setzen und entsprechende Vorkehrungen zu treffen, betont Bürgermeister Jürgen Kirsten (SPD).

Der Seniorenbeirat sieht nach Angaben von Günther Ziehm seine Aufgabe auch darin, Anstöße für neue Initiativen und Planungen zu geben. Daraus entstanden sind bereits eine Leichtwandergruppe, die sich unter Leitung von Günther Ziehm jeden ersten Mittwoch im Monat trifft. Zirka zweieinhalb Stunden geht es dann durch Hohenlockstedt und Umgebung, die nächste Wanderung ist - wenn es die Witterung zulässt, am 8. Januar, um 13 Uhr. Wer es schneller mag, ist bei Karl-Heinz Kröger gut aufgehoben. Jeden zweiten Mittwoch im Monat nimmt er Interessierte mit auf Fahrradtour - allerdings nur in den Sommermonaten. „Ich bin froh, so einen aktiven Seniorenbeirat zu haben“, freut sich Bürgermeister Kirsten.

>Die Notfallmappe gibt es bei den Mitgliedern des Seniorenbeirates, bei den zweiwöchentlichen Sprechstunden oder im Internet unter www.hohenlockstedt.de, dann Vereine/Verbände und im Untermenü Seniorenbeirat anklicken.

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erstellt am 03.Jan.2014 | 12:00 Uhr

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