Nortorfer Wehr plagen noch keine Nachwuchssorgen

Wehrführer Volker Nagel (re.) mit den Gold-Jubilaren Manfred Boll (li.) und Hans-Jürgen Thumann.
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Wehrführer Volker Nagel (re.) mit den Gold-Jubilaren Manfred Boll (li.) und Hans-Jürgen Thumann.

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27. Januar 2015, 11:02 Uhr

„Ich möchte die Feuerwehr im Dorf behalten!“ Dieses klare Bekenntnis für den Fortbestand kleiner Feuerwehren lieferte der Amtswehrführer der Wilstermarsch, Thorsten Heins, auf der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Nortorf, die am Montagabend im Feuerwehrhaus Schotten stattfand. Nortorf habe mit 51 aktiven Brandschützern zwar keine Nachwuchssorgen, doch erreiche so manche kleinere Wehr nicht mehr die vom Brandschutzgesetz geforderte Mindeststärke von 27 Aktiven. Da drohe eine Fusion mit Nachbarwehren zu größeren Einheiten.

Dagegen betonte Thorsten Heins, dass kleine Feuerwehren auch mit geringerer Personaldecke noch allein „die kleinen Dinge vor Ort bewältigen können“: einen umgestürzten Baum wegzuräumen, eine Katze vom Baum zu holen oder eine Ölspur zu beseitigen. Bei Großeinsätzen würden ohnehin nach den vorliegenden Alarmplänen die Nachbarwehren mit alarmiert. Zudem gelte es, mit den Dorfwehren einen wichtigen Kulturträger für die Gemeinden zu erhalten.

Nortorfs Bürgermeister Manfred Boll, früher selbst Wehrführer, äußerte sich erfreut über eine durchschnittliche Dienstbeteiligung von 71,4 Prozent und die ausreichende Personalstärke. „Wir können stolz sein, dass uns noch keine Nachwuchssorgen plagen.“

Gleichwohl schrumpfte die Zahl der Aktiven mit der Hauptversammlung gleich um fünf Mitglieder. Manfred Boll, Kurt Holler, Günter Alpen, Holger Hein und Holger Schmidt wurden nach Erreichen der Altersgrenze beziehungsweise aus gesundheitlichen Gründen in die Ehrenabteilung überstellt. Zugleich würdigte Wehrführer Volker Nagel den Einsatz langjähriger Mitglieder. Manfred Boll und Hans-Jürgen Thumann erhielten für 40-jährigen Feuerwehrdienst das Brandschutzehrenzeichen des Landes in Gold, Richard Wilde bekam nach 25 Jahren das silberne Ehrenzeichen. Jahrgangsspangen nahmen Lena Thumann, Matthias Dohrn und Thorsten Dohrn für zehnjährige Mitgliedschaft entgegen. Zugleich wurden Lena Thumann zur Hauptfeuerwehrfrau sowie Florian Auhage zum Oberfeuerwehrmann befördert, Christoph Stoldt wurde als Feuerwehrmann verpflichtet.

„2014 war ein ereignisreiches Jahr“, erinnerte Volker Nagel in seinem Jahresbericht. Gleich zwölf Kameraden, die keinen der elf Dienstabende versäumt hatten, belohnte er mit einer Riesen-Mettwurst. Neben mehreren Übungen, darunter drei gemeinsam mit der Feuerwehr Wilster, berichtete der Wehrführer von acht Einsätzen, davon vier als Löschhilfe in Wilster und Ecklak und vier innerhalb der Gemeinde. Zur Kameradschaftspflege trugen unter anderem Pokalschießen, Straßenboßeln, Kartenabend, Feuerwehrball und Kameradschaftsabend bei.

Nach dem Kassenbericht von Frank Alpen und der Entlastung des Vorstandes folgten Wahlen. Lena Thumann wurde einstimmig zur neuen stellvertretenden Schriftführerin gewählt. Im Festausschuss löste Jörg Rohwedder seinen Vorgänger Stefan Drzonek ab. Neue Kassenprüfer sind Jan Laackmann und Nils Möller. 

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