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Naturschutz : Nordoer Heide wird zum Blütenmeer

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wanderverein pflanzt die ersten 500 Stauden – weitere 5000 sollen unter der Regie der Stiftung Naturschutz folgen.

shz.de von
erstellt am 01.Okt.2014 | 05:08 Uhr

„Hier befindet sich unser Lieblingsrevier, deshalb wollen wir uns an der Pflanzaktion beteiligen“, sagen Helmut Reich als Vorsitzender des Wandervereins Kreis Steinburg und dessen Stellvertreter Max Grünklee. Ausgestattet mit jeweils einem Spaten unterstützen sie die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, die auf dem ehemaligen Standortübungsplatz in Nordoe zu einer gemeinschaftlichen Pflanzaktion eingeladen hatte.

Im Stiftungsland Nordoer Binnendünen hatte das Stiftungsteam bereits am frühen Morgen einige Flächen für die Bepflanzung abgesteckt. „Hier wollen wir heute 500 Stauden Arnika, Teufelabbiss und Schwarzwurzel pflanzen“, erklärte Diplom-Ingenieurin Anja Walter von der Naturschutzstiftung das geplante Vorhaben, das in den nächsten Wochen noch einmal um rund 5000 Stauden vergrößert werden solle.

„Für die heutige Bepflanzung haben wir keine Bodenvorbereitung vorgenommen - die Stauden werden direkt in die Narbe gepflanzt“, macht Walter deutlich. Ziel der Naturschützer sei es, noch mehr Blütenpracht in das Stiftungsland zu bringen. So sollen sich noch mehr Lebensräume in dem Gebiet entwickeln können, so dass sich die Dünen blütenbunt und artenreich gestalten. „Die in gelb blühende Arnika und der blau leuchtendeTeufelsabbiss wurden in speziellen Gärtnereien angezogen und sollen künftig die Lebensgrundlage für viele seltene Insekten bereichern“, so Walter weiter. Besonders freuen wird sich der hier im Juni ausgesetzte Goldene Scheckenfalter, dessen Raupen sich auf die Blattrosetten des Teufelsabbiss als Leibspeise spezialisiert haben.

Die gesamte Aktion ist ein Baustein des von der Europäischen Union kofinanzierten LIFE-Aurinia-Projektes, mit dem die Stiftung Naturschutz in den Projektgebieten Wiesen, Weiden und wie die Nordoer Binnendünen mit ihren Heiden noch artenreicher und bunter macht.

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