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Norddeutsche Rundschau

12. Dezember 2017 | 17:24 Uhr

Itzehoe : Nordmanntanne bleibt der Renner

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Preise für Weihnachtsbäume liegen in Itzehoe unter dem Landesdurchschnitt / Verkauf geht in diesen Tagen in die heiße Phase

Hell erleuchtet, bunt geschmückt und schön duftend ist er einer der Höhepunkte eines jeden Weihnachtsfestes, und steht in dieser Zeit in fast jedem deutschen Wohnzimmer – der Tannenbaum. An den meisten Verkaufsstandorten in Itzehoe und der Umgebung ist der Verkauf der Tannen am vergangenen Wochenende in die heiße Phase gegangen.

Herbert Kock gehört in diesem Jahr zum ersten Mal zu den Weihnachtsbaumanbietern in Itzehoe. An seinem Stand an der Ecke Holtweg/Edendorfer Straße bietet er seit Freitag Bio-Nordmanntannen an. „Die sind alle ungespritzt und nicht mit Kunstdünger behandelt“, verspricht Kock. Er befindet sich im dritten Jahr der Umstellung zur Bio-Produktion, viele Leute kämen nur deswegen zum Baumkauf zu ihm. „Es sind schon Kunden aus ganz Schleswig-Holstein angereist“, so Kock. Auf der Koppel in Schenefeld können die Käufer ihre Bäume auf Wunsch selbst schlagen. Wer lieber in der Innenstadt unterwegs ist, kann vor dem Restaurant Himmel und Erde bei Jens Rave eine Nordmanntanne erwerben und bekommt diese im Raum Itzehoe sogar am selben Abend noch kostenlos nach Hause geliefert.

Große Vielfalt hat Ralf Dieckmann von der gleichnamigen Baumschule seit 31 Jahren beim Geflügelhof Schmabek zu bieten. „Wir wollen allen Kunden gerecht werden und haben auch Nobilis, Blaufichten und Rotfichten“, erklärt Dieckmann. Insbesondere ältere Kunden würden sich für die Fichten entscheiden „weil die am meisten duften und die früher üblich waren“, sagt Dieckmann. Heutzutage ist allerdings die Nordmanntanne wegen der weichen Nadeln und dem geraden Wuchs der beliebteste Weihnachtsbaum der Deutschen. Deshalb entschied sich auch Birgit Herzog für eine Nordmanntanne: „Sie ist schön gewachsen und genau richtig groß“, erklärt die Itzehoerin, die jedes Jahr bei Ralf Dieckmann ihren Baum kauft.

Seit vielen Jahren gibt es auch den Verkauf am Breitenburger Schloss. Auf zwölf Hektar Fläche baut die Familie Rantzau die Nordmanntannen an, die dann auf dem Schlosshof bei gemütlicher Atmosphäre schon ab 9 Uhr morgens verkauft werden. Für diejenigen, die noch auf der Suche nach einem Festtagsbraten sind, gibt es außerdem Wildspezialitäten zu kaufen. „Wir haben viele Stammkunden“, freut sich Moritz Graf zu Rantzau. Zu ihnen gehören auch seit drei Jahren Michael und Catrin Brok mit ihren Töchtern Enid und Lieke aus Dägeling. „Der Verkauf ist für uns nah dran, die Beratung ist nett und das Schloss ist hübsch“, findet Michael Brok. Preislich liegen die Tannen der Familie Rantzau bei 15 Euro pro Meter, genauso wie bei den meisten anderen Verkäufern aus Itzehoe. Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben, „das Frühjahr hat die Kulturen weitgehend von Frostschäden verschont“, so Isa-Maria Kuhn von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. Deshalb liegen die Durchschnittspreise in Schleswig-Holstein bei 20 bis 25 Euro pro Meter, also über dem mittleren Itzehoer Baumpreis.

Deutlich günstiger als alle anderen Baumverkäufer verkauft ein Steinburger Produzent auch am nächsten Wochenende von 10 bis 16 Uhr seine Tannenbäume direkt vom Anhänger am Brookhafen. Für nur 15 Euro bietet er die Bäume an, das Schnäppchen komme zustande, weil „die Bäume vom Selbsterzeuger ohne einen Zwischenhändler verkauft werden“, erklärt der Anbauer, der namentlich nicht genannt werden möchte. Der Preis ist für Jasmin Cybula und ihre Tochter Lea Grund genug um extra aus Beidenfleth zu kommen. „Wir haben von dem Verkauf gelesen und sind hier schnell fündig geworden, das war super“, freute sich Jasmin Cybula.
Auch Kirsten Ramsel hat bei Heinz Mohr vor dem Getränkemarkt in Edendorf, einem der drei Standorte von Peter Faby, schnell ihr „passendes Bäumchen gefunden.“ Für Nachzügler ist der Verkauf von Ralf Dieckmann bei Schmabek am 24. Dezember noch bis 12 Uhr geöffnet.

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