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Stadtteilfest : Nordlichter präsentieren sich bunt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Einwohner aus Glückstadt-Nord treffen sich zum „Bunten Dinner“ mit Spielen und Musik.

Über 300 kleine und große „Nordlichter“, und damit deutlich mehr als im vergangenen Jahr, haben am Familienfest mit Buntem Dinner in und rund um die Elbschule in der Königsberger Straße besucht. Organisiert wurde dieses von knapp 40-köpfigen Helferteam der Gemeinschaftsschule, der Arbeiterwohlfahrt, dem Kindergarten Nord, der Familienbildungsstätte und dem Stadtteilbeirat sowie Olga Schill vom Quartiersmanagement.

„Das zu organisieren, war schon eine Herausforderung“, erklärte Olga Schill. Erstmals hatte das Orga-Team ein Bühnenprogramm auf die Beine gestellt. Den ganzen Nachmittag über traten dort „Lokalmatadore“ wie die Schulband der Elbschule, der Glückstädter Spielmannszug, die „Gitarrenkids“ sowie die „Störschrammler“ mit ihren Ukulelen auf. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dirk Nedderhut. Auch wenn der 52-Jährige seit 20 Jahren in Elmshorn wohnt, so hat Nedderhut über 30 Jahre in Glückstadt-Nord gelebt und dort auch seine Kindheit verbracht. Außerdem engagierte er sich früher zusammen mit dem Jugendzentrumsleiter Holger Pede in der Kinder- und Jugendarbeit. „Glückstadt-Nord war und ist immer noch schön und präsentiert sich ganz anders, als oft dargestellt“, sagte Nedderhut. Glückstadt und insbesondere der Stadtteil Nord sei multikulturell sowie bunt geworden.

Bürgermeisterin Manja Biel hatte das familiäre Stadtteilfest mit allgemeinen Informationen zur Städtebauförderung „Soziale Stadt“ und einem dicken Lob eröffnet. „Es ist toll, was engagierte Leute hier auf die Beine gestellt haben“, so Biel. Und das war tatsächlich nicht wenig: So konnten sich die Besucher beim Kinderschminken und im Tisch-Fußball, am Glücksrad sowie im Basteln von Trommeln, Rasseln und Klanghölzern versuchen. Kreative Gemälde gab es als Kreisbilder an einem simplen Spieltisch. Dieser bestand aus einer rundherum durch einen hölzernen offenen Kasten gesicherten Drehscheibe. Auf dieser wurde ein weißes Blatt befestigt. So wie auch die zehnjährige Eske-Anna ließen Kinder anschließend Farbe auf das Papier tropfen, während Thore die Drehscheibe immer schneller werden ließ. Am Ende hatte sich die bunte Farbe kreuz und quer über das ganze Blatt verteilt. Augenmaß war dagegen bei Miran (5) angesagt, als dieser beim Dosenwerfen möglichst viele Dosen in einem „Abwasch“ treffen wollte.

Viele Besucher wollten indes von Anila Sanjavi wissen, wie ihre Namen wohl auf Arabisch geschrieben aussehen. Hierzu schrieben sie ihren Vornamen auf eine Karte. Dann huschte die junge Frau mit einem Filzstift von rechts nach links über das Papier und in Bruchteilen von Sekunden wurde aus „Heike“ ein aus zwei geschwungenen Linien und vier Punkten bestehender arabische Name. Gleich nebenan konnten Gäste mit Nadeln und Wollfäden die Frage „Auf welchem Weg sind Sie zu uns gekommen?“ beantworten.

Die Mensa der Elbschule wurde in ein Kino verwandelt und Bauamtsleiter Lüder Busch kam mit vielen Besuchern ins Gespräch, als diese versuchten, Fragmente von Fotomotiven des Stadtteils Nord auf einer großen Luftaufnahme an die richtige Stelle zu setzen. „Der Leuchtturm und die Schule sind ja noch einfach, bei einer Hausfassade wird dann aber doch schon gerätselt, wo man das Gebäude vielleicht schon einmal gesehen haben könnte“, freute sich Busch über den Zuspruch. Auch die Feuerwehr war dabei. Meist waren es kleinere Kinder, die sich im „Löschen“ eines Holzhauses versuchten und hierfür – je nach Erfolg – von Claudia Großmann und ihren Leuten zum Löschmeister oder sogar zum Oberlöschmeister ernannt wurden.

Auffallend lila kamen Elin und Mia Tiedemann daher. Die beiden Schwestern verteilten einen praktischen Ratgeber der Kreisverwaltung Steinburg zum Thema „Wir machen Hilfe spürbar“ an die Besucher. Der Ratgeber richtet sich an schwangere Frauen, Alleinerziehende und Eltern mit Kindern bis zum 3. Lebensjahr.

Dass sich viele Bewohner in Glückstadt Nord von der Veranstaltung angesprochen gefühlt haben, verdeutlichte, dass Anwohner außerhalb des Veranstaltungsbereiches vor den Häusern Flohmarktstände aufgebaut hatten.

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