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Nonverbales Mitgefühl: Sprachkurs für den Körper

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

von
erstellt am 05.Sep.2013 | 00:33 Uhr

Wer mit Menschen in Not umgeht, sollte vor allem die Körpersprache beherrschen – sowohl beim Senden, als auch beim Deuten der Signale Anderer. Das gilt zum Beispiel für Ärzte und Pflegepersonal im Umgang mit Krankenhauspatienten oder Altenheimbewohnern. Unerlässlich ist diese Fähigkeit, die nur auf der Grundlage von Mitgefühl (Empathie) funktionieren kann, aber auch für die in der ehrenamtlichen Krankenhaushilfe tätigen Frauen und Männer, die auch am Klinikum Itzehoe zur Unterstützung des Pflegepersonals eine wichtige Aufgabe bei der Betreuung von Patienten übernehmen.

25 dieser Grünen Damen und Herren, wie sie wegen der Farbe ihrer Kittel genannt werden, die sie während ihres Dienstes tragen, wurden jetzt in einem Crashkurs geschult. Klinikseelsorger Pastor Paul Kah leitete den viertägigen Kurs im Evangelischen Bildungszentrum Breklum (Kreis Nordfriesland) . Besonders bei den Rollenspielen entpuppten sich etliche Teilnehmer als pantomimische Naturtalente. Fachliche Kenntnisse vermittelte Uwe Westphal, der von der Lehrlings- bis zur Chefposition Karriere bei der Itzehoer Vereins- und Westbank gemacht und in dieser Zeit im Kommunikationstraining der Mitarbeiter eine besondere Herausforderung gesehen hat. Auch er ist seit dem Ruhestand als Grüner Herr am Klinikum Itzehoe tätig.

Vor dem wissenschaftlich erwiesenen Hintergrund, dass zwischenmenschlich zu mehr als 80 Prozent über die Körpersprache kommuniziert wird, machte Westphal den überwiegend aus Itzehoe kommenden Teilnehmern deutlich, dass die unbewussten Signale, die der Körper aussendet, ehrlicher sind als das, was wir mit Worten aussprechen. Der Lehrgang hat gezeigt, dass der Einsatz von Körpersprache eine Voraussetzung bei dem Bemühen ist, kranken Menschen Zuversicht zu vermitteln. Für die Ökumenische Krankenhaushilfe am Klinikum Itzehoe ist diese mitmenschliche Zuwendung unter dem Motto „Ein Lächeln ist schon viel“ bereits seit mehr als 32 Jahren selbstverständlich.






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