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Norddeutsche Rundschau

19. September 2017 | 17:29 Uhr

Sanierung : Noch kein Förderbescheid

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Neues Rathaus: Landesamt für Denkmalpflege hat vorzeitigen Baubeginn genehmigt. Bürgermeister soll jetzt die Aufträge vergeben.

Im November des vergangenen Jahres stellte Architektin Christine Scheer dem Bauausschuss das Ergebnis der Gebäudeuntersuchung des Neuen Rathauses vor. Neben Rissen und Abplatzungen an der Außenfassade im rückwärtigen Bereich des Gebäudes, wurde ein beträchtlicher Wasserschaden im Neuen Rathaus festgestellt. Fäulnis im Bereich der tragenden Balkenlage, Verformungen von Deckenbalken und Stuckprofilen sowie Schäden an der Stuckdecke waren Folgen eingedrungener Feuchtigkeit.

Die Kosten für die Sanierung bezifferte die Architektin mit 130 310 Euro. Gelder, die im Haushalt 2014 im Bereich der Gebäudeunterhaltung auch bereit gestellt wurden. Zusätzlich wurde im Dezember ein Fördergeldantrag beim Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein in Kiel eingereicht. Ein Zuwendungsbescheid aus der Landeshauptstadt liegt aber noch nicht vor, teilte Roman Stöckmann, Leiter Technisches Bauamt des Amtes Wilstermarsch mit.

Eine Zusage allerdings gibt es bereits vom Landesamt für einen beantragten vorzeitigen Baubeginn. Denn das wäre wichtig, um die Sanierungsmaßnahmen vor Herbstbeginn abschließen zu können und darüber hinaus Kosten einzusparen. Einstimmig sprachen sich die Ausschussmitglieder dafür aus, den Bürgermeister zu ermächtigen, nach einer entsprechenden Preisanfrage, die Aufträge an die wirtschaftlichsten Bieter zu erteilen.

Eine Entscheidung, die jedoch dem Zeitdruck geschuldet ist. „Mich wurmt es mal wieder, das wir erneut den Bürgermeister ermächtigen müssen“, betonte der Ausschussvorsitzende Sven Horstmann. Es gebe allgemeine Institutionen, die einfach zu lange bräuchten, um etwas zu entscheiden. „Das zwingt die Stadt zu Eilentscheidungen, die zwangsläufig zur Einhaltung von Fristen vom Bürgermeister getroffen werden müssen und nicht von der Ratsversammlung gefällt werden können“, monierte Horstmann.





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