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Schulen in der Wilstermarsch : Nicht alle Wunschprojekte realisierbar

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Der Schulbauausschuss bereist die Schulstandorte in der Wilstermarsch. Dabei geht es um mögliche Mängel, aber auch um Wunschprojekte. In mehreren Bereichen muss allerdings der Rotstift angesetzt werden.

Bauinvestitionen von rund einer viertel Million Euro haben die Schulen in der Wilstermarsch für das nächste Jahr in einer „Wunschliste“ beim Schulverband Wilstermarsch angemeldet. Der Schulbauausschuss unter Vorsitz des St. Margarethener Bürgermeisters Volker Bolten nahm im Rahmen einer Schulbereisung eine erste Sichtung dieser Wunschprojekte vor und setzte bereits an einigen Stellen den Rotstift an. Die Schulbereisung begann am frühen Morgen bei der Grundschule Wilstermarsch. Die Schulleiterin Ursula Preuß-Köhler erläuterte die notwendigen Baumaßnahmen an den Schulstandorten St. Margarethen und Wewelsfleth. Weitere Stationen waren die Wolfgang-Ratke-Schule, an der Rektor Uwe Maaß die Auskünfte zu den gewünschten Maßnahmen gab, und die Gemeinschaftsschule in Wilster mit den Erläuterungen durch Schulleiterin Marlis Krumm-Voeltz.

In St. Margarethen strich der Bauausschutz den gewünschten Prallschutz an den Wänden der Turnhalle. Diese Maßnahme, die mit 20 000 Euro veranschlagt ist, soll frühestens 2015 verwirklicht werden. Berücksichtigt werden soll das Herstellen einer Sprunggrube mit Anlaufbahn für 4000 Euro, die Erneuerung der Schulhofbeleuchtung für 3500 Euro sowie mehrere kleinere Einzelmaßnahmen – insgesamt nochmals 20 000 Euro. Auf die folgenden Jahre ab 2015 sollen ebenfalls die Erneuerung des Turnhallendaches und die Installation einer PV-Anlage für den Eigenbedarf verschoben werden. Die Kosten werden mit 80 000 Euro kalkuliert.

Am Standort Wewelsfleth sollen 2014 Rauchwarnmelder vernetzt (3000 Euro) und zwei Spielgeräte (2500 Euro) auf dem Schulhof aufgestellt werden: ein Doppelreck und ein Kletternetz. Maßnahmen für 28 000 Euro wie die Erneuerung von zwei Türen in der Sporthalle sowie ein Prallschutz an den Hallenwänden sollen erst ab 2015 angepackt werden.

In Wilster hat die Gemeinschaftsschule die größten Investitionen mit rund 170 000 Euro beantragt. Allein die Erneuerung eines Chemie- und eines Physikraumes würde mit 145 000 Euro zu Buche schlagen. Der Schulbauausschuss will ähnliche Projekte in anderen Schulen besichtigen und möglichst eine kostengünstigere Lösung finden. Keine Kostenangabe gibt es bisher für die Erneuerung der gesamten Raffstoreanlage. „Die bestehende Anlage ist total veraltet“, räumte Matthias Carstens als Leiter der Hochbauabteilung im Bauamt des Amtes Wilstermarsch ein. Für eine Erneuerung gibt es drei verschiedene Lösungen. Hier will die Verwaltung entsprechende Angebote einholen. Auf 2015 und die Folgejahre sollen die umfassende Sanierung des Schulhofes für 90 000 Euro sowie die Erneuerung der Beleuchtung in den Fluren, in der alten Pausenhalle und den Treppenhäusern für 15 000 Euro verschoben werden.

Der größte Wunsch der Wolfgang-Ratke-Schule ist die Schulhofsanierung im Bereich zwischen dem Neben- und dem Toilettengebäude. Die Maßnahme war, so erinnerte Rektor Uwe Maaß, schon im Jahr 2005 beantragt und vom Schulverband mit einem Kostenvolumen von 10 000 Euro im Haushalt 2006 fest eingeplant gewesen. Weil dann plötzlich das DFB-Geschenk eines Kleinspielfeldes neben der Sporthalle auftauchte, wurde das Geld dafür verwendet. Seitdem wird die Maßnahme von Jahr zu Jahr geschoben. „Die Kosten sind mittlerweile auf 40 000 Euro gestiegen“, sagte Uwe Maaß. Die Sanierung, die frühestens 2015 vorgenommen werden soll, wird immer dringlicher. Maaß sprach angesichts des brüchigen Asphaltbelags und erheblicher Absackungen von einer großen Stolperfalle.

Möglicherweise schon 2014 sollen dagegen an der Wolfgang-Ratke-Schule zwei weitere Klassenzimmer für 14 000 Euro renoviert und neue Außenstrahler für den Schulhof installiert werden. Diese möchte der Schulleiter allerdings schon kurzfristig vorgezogen wissen, da die jetzige Beleuchtung ausgefallen und die Unfallgefahr bei fehlender Beleuchtung nicht mehr hinzunehmen sei. Dringlich wird nach Überzeugung von Rektor Uwe Maaß die Erneuerung einer Klingelanlage, da die jetzige störanfällig geworden ist und Ersatzteile für eine Instandsetzung nicht mehr verfügbar sind. Der Bauausschuss zögert allerdings mit der Investition, da die jetzige Klingelanlage ja noch funktioniere.

Noch einmal werden die Wünsche in einer Bauausschusssitzung am 15. Oktober um 16.30 Uhr im Amt Wilstermarsch beraten. Das Gremium spricht dann eine Empfehlung an den Vorstand des Schulverbandes aus, der eine Stunde später zusammentritt.

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