Soziales Angebot in Wellenkamp : Neustart in der Begegnungsstätte

Dornröschenschlaf beendet: (v. l.) Ulrike Bessel, Friederike Hollwedel, Marita Köhnemann, Ilona Friederici und Karen Trautmann beleben die Begegnungsstätte.
Dornröschenschlaf beendet: (v. l.) Ulrike Bessel, Friederike Hollwedel, Marita Köhnemann, Ilona Friederici und Karen Trautmann beleben die Begegnungsstätte.

Die Johanniter wollen die Begegnungsstätte im Stadtteil Wellenkamp in Itzehoe mit regelmäßigen Angeboten wiederbeleben.

Andreas Olbertz. von
09. November 2018, 16:01 Uhr

„Die Begegnungsstätte Wellenkamp ist ein bisschen in den Dornröschenschlaf gefallen.“ Da gibt es für Ulrike Bessel von den Johannitern auch nichts schön zu reden. Aber jetzt hat sie ein neues Ehrenamtler-Team um sich geschart und wagt einen neuen Anlauf. Mittwoch, 14. November, soll von 10 bis 16 Uhr der Neuanfang offiziell mit einem Tag der offenen Tür begangen werden.

Bei der Gelegenheit werden sich Ausbilder der Johanniter präsentieren, die Kindergärten stellen sich vor, die Musikmäuse haben einen Auftritt, für Kaffee und Kuchen wird gesorgt, die Stadtjugend backt Waffeln. Vor der Tür grillt der Sportverein Wellenkamp Würste. Anhand eines Autos mit Hebebühne und Rollstuhl soll vorgestellt werden, wie Menschen mit eingeschränkter Mobilität integriert werden können.

2013 haben die Johanniter die Kita im Wellenkamp übernommen. Die Begegnungsstätte kam später hinzu und lief auch gut. Das „Café der Begegnung“ war immer der Kern der Aktivitäten. Viele Angebote entwickelten sich drumherum. Doch als sich die Wellenkamper Runde, die mit vielen Angeboten und Veranstaltungskalender zur Belebung Wellenkamps beitrug, auflöste, sich die Kirche umstrukturierte und der Schützenverein ebenfalls die Segel strich, wurden auch Aktivitäten in der Begegnungsstätte seltener. Das hing auch damit zusammen, dass Bessel zwei Häuser weiter arbeitete und sich stärker auf Flüchtlingsarbeit fokussierte.

Doch nun soll wieder durchgestartet werden. „Wir können uns alles vorstellen und fangen jetzt mal Schritt für Schritt an“, sagt Bessel. Ihre Mitstreiterin Friederike Hollwedel ergänzt: „Ideen haben wir genug – die Leute müssen halt nur kommen.“ Um zu ermitteln, welche Bedarfe es im Wellenkamp gibt, werden während des Tages der offenen Tür Fragebögen verteilt.

Zu den regelmäßigen Angeboten zählt ab Montag, 19. November, alle zwei Wochen jeweils von 14.30 bis 16 Uhr der Seniorennachmittag. Neben dem Kaffeeklatsch ist das Programm offen: „Basteln, Spielen, Häkeln, Stricken – je nach Interessenslage“, so Marita Köhnemann.

Am Freitag, 16. November, laden Ilona Friederici und ihr Lebensgefährte Andreas Stenzel zu einer musikalischen Lesung ein. Geboten wird ein „Medley aus drei Büchern“ von Ilona Friederici: „Samira, die alte Frau mit dem roten Rucksack“, „Deine Mutmacherin.de“ und „Die Reise zu mehr Leichtigkeit & Zufriedenheit“. Der Eintritt ist frei, es wird aber um Spenden für den Verein „Hilfe in Lebenskrisen“ gebeten.

In jeder ungeraden Woche des Monats öffnet mittwochs wieder das Café der Begegnung von 10 bis 12 Uhr seine Pforten zum ungezwungenen Klönschnack. Auf Anfrage wird zudem André Borze in den Räumen der Begegnungsstätte Sozialberatung anbieten.

„Wenn die Seele weint, sind wir für Sie da“, heißt es ab 6. Dezember jeden ersten Donnerstag im Monat beim Traueranker mit Pastor Jörg Henke und Petra Krause.

Einen Termin für den ersten Ausflug gibt es auch schon: Freitag, 7. Dezember, geht es für die Wellenkamper gemeinsam zum Weihnachtsmarkt nach Heide. „Wir fahren in Johanniter-Bussen“, erklärt Bessel. Damit in ausreichender Zahl Plätze zur Verfügung stehen, wird um Anmeldung bis spätestens Freitag, 30. November, unter 04821/9499611 gebeten.

Wellenkamp ist der größte Itzehoer Stadtteil. Bessel: „Hier leben natürlich viele alte Leute, aber durch die Baugebiete auch viele junge Familien.“ Um diese anzusprechen plant die Dienststellenleiterin beispielsweise einen Flohmarkt nur mit Zwillingskleidung oder eine Pflanzenbörse. Im Saal sind auch Aufführungen denkbar.

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