Neuland für die CDU: Boule statt Boßeln

Sie eröffneten das Boule-Turnier: Hans-Jörn Arp, Bürgermeisterin Elke Göttsche, Eggert Block und Peter Labendowicz.
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Sie eröffneten das Boule-Turnier: Hans-Jörn Arp, Bürgermeisterin Elke Göttsche, Eggert Block und Peter Labendowicz.

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13. Juli 2015, 09:21 Uhr

Sonst wird in Brokdorf ja eher dem Boßelsport gefrönt – zum ersten Mal hat der CDU-Ortsverband Brokdorf sein Sommerfest nun aber mit einem Boule-Turnier auf dem Mehrgenerationenplatz neben der Kirche verbunden. Vorstandsmitglied Olaf Stahl freute sich, dass er mehr als 40 Teilnehmer begrüßen konnte, unter ihnen auch den Ehrenvorsitzenden Eggert Block, die Vorsitzende Elke Göttsche, den CDU-Landtagsabgeordneten Hans-Jörn Arp und den Steinburger Kreispräsidenten Peter Labendowicz.

Zu Beginn des Festes eröffneten die Gäste das Boule-Turnier, an dem sich insgesamt 28 Starter beteiligten. Die drei Erstplatzierten Dieter Höser, Heiko Bolling und Thorsten Block konnten sich über Gutscheine für die „Kaffeestuv in de Hörn“ freuen.

Kurzberichte aus dem Kreis- und aus dem Landtag trugen Peter Labendowicz und Hans-Jörn Arp vor. Der CDU-Landtagsabgeordnete lehnte energisch einen weiteren Abbau von ländlichen Polizeistationen und damit den Rückzug der „Freunde und Helfer“ aus der Fläche ab. Dem Schutzbedürfnis der Bürger müsse Rechnung getragen werden, forderte Arp.

Aktuell war sich der Landtagsabgeordnete einig mit den Brokdorfer Gemeindevertretern, die eine Nutzung des atomaren Zwischenlagers am Kernkraftwerk Brokdorf nur auf die in Brokdorf anfallenden Brennelemente beschränkt wissen wollten. Arp wies darauf hin, dass die atomrechtliche Genehmigung für das Brokdorfer Zwischenlager nicht für Atommüll aus anderen Kraftwerken gelte. Damit gäbe es für die Einlagerung von Castoren, die aus Sellafield/England nach Deutschland zurückkommen, keine Rechtsgrundlage. Arp und auch Brokdorfs Bürgermeisterin Elke Göttsche hatten dieser Tage entsprechende Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel gerichtet.

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