zur Navigation springen

Museumsverein : Neues Winterquartier für alte Lok

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Symbolischer Spatenstich für neuen Lokschuppen auf dem Museumsgleis / Bau soll noch vor dem Winter beginnen

von
erstellt am 27.Sep.2014 | 08:00 Uhr

Sie ist das Schmuckstück auf dem Museumsgleis am ehemaligen Güterbahnhof: Die schwarz-rote V20-Dampflok lässt das Herz von Eisenbahnliebhabern höher schlagen. Jetzt soll sie ein Dach über dem Kopf bekommen.

In den frühen Vierzigerjahren für die deutsche Wehrmacht gebaut, diente die V20 später bis in die Achtziger als Rangierlok auf dem Glückstädter Güterbahnhof. Inzwischen ist sie als Museumslok anerkannt und im Besitz des Museums der Deutschen Bahn in Nürnberg. „Bei uns in Glückstadt ist die Lok als Leihgabe der Bahn“, so Jürgen Friese, Vorsitzender des Vereins der Freunde der Marschbahn, der sich um die historischen Bahnfahrzeuge auf dem Museumsgleis kümmert. „Die Verantwortlichen in Nürnberg möchten aber gerne, dass die Lok im Winter nicht dauerhaft draußen steht. Damit die V20 hier bleiben kann, ist deshalb eine geschützte Unterbringung notwendig.“

Im Herbst 2013 begannen daher die Vereinsmitglieder mit den Planungen für den Bau eines Lokschuppens. Gestern hatten sie zum symbolischen ersten Spatenstich eingeladen. „Ein wichtiges Etappenziel für unseren Verein ist geschafft: Wir haben die Baugenehmigung“, verkündete Friese. Sein Vereinskollege Lutz Thieme beschrieb den Gästen, wie der Neubau aussehen wird. Der Ingenieur für Verkehrswesen im Ruhestand wird sich um die Bauaufsicht kümmern. „Wir bauen einen knapp 16 Meter langen und gut viereinhalb Meter hohen Schuppen mit Gleisen und großem Tor.“ Die Außenwände werden aus Lärchenholz sein. Neben der Lok sollen auch eine Reihe von kleineren Ausstellungsstücken des Vereins in dem neuen Gebäude sicher untergebracht werden. Thieme plant noch vor dem Winter mit dem Bau der Fundamente zu beginnen. „Den eigentlichen Schuppen bauen wir dann hoffentlich im nächsten Jahr. Dafür benötigen wir aber noch Spenden.“ Vollständig fertig soll der Neubau spätestens zum Jubiläumsjahr 2017 sein.

Unterstützt wird der Neubau finanziell von den Glückstädter Stadtwerken und der Sparkasse Westholstein. Außerdem helfen zahlreiche Firmen aus der Region mit Sachleistungen und Material. Das Baugenehmigungsverfahren betreute die Glückstädter Architektin Susanne Kreth unentgeltlich, wofür ihr Thieme und Friese herzlich dankten.

Glückstadts Bürgermeister Gerhard Blasberg wünschte den Bahnfreunden gutes Gelingen: „Das Museumsgleis hat sich in den letzten Jahren zu einem touristischen Anziehungspunkt entwickelt. Das wollen wir weiter unterstützen. Deshalb stehen wir als Stadt zu hundert Prozent zu ihrem Bauprojekt.“ Blasberg betonte auch die Verbundenheit der Stadt zu dem Verein und insbesondere Lutz Thieme, der die Verwaltung bei den Diskussionen um die Glückstädter Zuganbindung mit seinen Fachkenntnissen sehr unterstütze. „Wir haben Ihnen da viel zu verdanken“, so der Bürgermeister.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen