Technologier : Neues System erfasst Schiffsbewegungen

Daten von Überfahrt und Anlanden  werden erfasst: Ein Crew-Transfer-Schiff an einer Offshore-Windkraftanlage.
Daten von Überfahrt und Anlanden werden erfasst: Ein Crew-Transfer-Schiff an einer Offshore-Windkraftanlage.

Ein Tochterunternehmen der Brunsbütteler Schramm Group hat ein System mitentwickelt, das Daten von Zubringerschiffen für Offshore-Windanlagen erfasst.

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27. Juli 2014, 16:05 Uhr

Wenn Techniker zu Offshore-Windkraftanlagen fahren, ist das kein Ausflug auf ruhigem Wasser. Denn die Anlagen stehen auf hoher See. Wellengang kann den Crews an Bord der kleinen Spezialschiffe ebenso zusetzen, wie die Schiffe selbst den Fundamenten der Mühlen. Ein neu entwickeltes System der NavConsult, einer Tochterfirma der Brunsbütteler Schramm Group, und der J & C Bachmann aus dem Schwarzwald, soll die Kräfte messen, die auf Mensch und Material einwirken. Erster Kunde des Systems ist die Hamburger Opus Marine GmbH, die als führender deutscher Betreiber von Crew-Transfer-Schiffen gilt.

Die Motion Impact Recorder (MIR), übermitteln Beschleunigungen und Stöße der Schiffe an NavConsult. Auch GPS-Koordinaten werden aufgezeichnet. Die so erfassten Daten stellt die NavConsult ihren Kunden zur Verfügung, aufbereitet nach deren Wünschen.

Die könnten damit einerseits nachweisen, dass ihre Schiffe nicht zu heftig gegen die Fundamente der Offshore-Anlagen stoßen – klassische Anleger gibt es nicht – und auf dem Weg dahin das Personal auch bei rauer See eine vergleichsweise angenehme Überfahrt haben, erklärt Sigurd Hildebrandt. Er hat MIR mitentwickelt, die Hardware steuert Bachmann bei. Es handele sich um ein Stück Qualitätserfassung, so Hildebrandt über das gemeinsame Produkt der von beiden Unternehmen gegründeten Partnerschaft unter dem Namen „MIR Maritime“.

Da NavConsult unter anderem auch Schiffe für die Schramm Group entwickelt, hätten Erfahrungen aus dem Schiffbau mit einfließen können, sagt Hildebrandt. Für ihn geht es jetzt darum, den Markt auszubauen.

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