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Norddeutsche Rundschau

19. Oktober 2017 | 04:45 Uhr

Einweihung : Neues sauberes Wasser

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die neue Regenwasser-Behandlungsanlage an der Stadtstraße wurde jetzt eingeweiht. Die Kosten für das Projekt betragen 2,8 Millionen Euro. Nach dem offiziellen Start floss bereits das erste Wasser.

shz.de von
erstellt am 22.Aug.2013 | 17:07 Uhr

Fast eineinhalb Jahre lang wurde am früheren Standort der Steinbeis-Werkfeuerwehr gerammt, gebaut und getaucht. Seit kurzem ist sie nun in Betrieb: Die neue Regenwasser-Behandlungsanlage an der Stadtstraße 9. Nach erfolgreichem Testlauf ist das 2,8 Millionen Euro teure Projekt jetzt anlässlich der konstituierenden Sitzung der Verbandsversammlung der Stadtentwässerung Glückstadt (SEG) offiziell eingeweiht worden.

Den obligatorischen roten Startknopf zur Öffnung des Schiebers durfte Bürgervorsteher Paul Roloff (SPD) drücken. Das Augenblicke später plätscherte Wasser in das 21 Meter lange, zwölf Meter breite und rund sieben Meter tiefe Becken. Das es in Bewegung geriet, lag weniger am feierlichen Knopfdruck, sondern an Dieter Pahl. Der maßgeblich am Bau der Regenwasserbehandlungsanlage beteiligte SEG –Mitarbeiter hatte die kurz zuvor ausgeschaltete Anlage vom Technikhaus in Betrieb gesetzt. Und SEG-Verbandsvorsteher Lutz Altenwerth steckte seine Startknopf-Attrappe wieder ein. Es folgte ein Rundgang über die neue komplett eingezäunte Anlage. „Gemessen am alten Sandfang auf dem frühen Grundstück von Erich Wagner an der Stadtstraße 1 habe ich anfangs gedacht, das Bauwerk würde kleiner ausfallen“, räumte Paul Roloff ein.

Den beeindruckten Mitgliedern der Verbandsversammlung erläuterte Lutz Altenwerth, dass es sich bei dem auf vielen Pfählen stehenden Bauwerk nicht um eine Kläranlage, sondern um eine Reinigungsanlage handele. „Wir tun nicht nur etwas für die Stadtentwicklung, sondern sorgen auch für eine verbesserte Sauberkeit des Rhins.“ Dorthin läuft das gesamte im Innenstadtbereich anfallendende Regenwasser – bestenfalls bis zu einer maximalen Leistung von 435 Liter in der Sekunde. Damit sei Glückstadt jetzt gut aufgestellt: In Bezug auf Schmutzwasser und Niederschlagswasser-Beseitigung.

Die Leiterin der Stadtentwässerung Glückstadt, Heike Weißmann, verdeutlichte anhand einer am Gebäude angebrachten Tafel den Reinigungsprozess. „In dem neuen Becken werden Feststoffe sowie das Gewässer belastende Fette und Öle entfernt. Erst dann wird das Regenwasser über das Schöpfwerk in den Rhin abgeleitet“, verdeutlichte Weißmann. Man gehe davon aus, dass frühestens nach zwei Jahren erstmals die gesammelten Schwermetalle und Fette nach Ablassen des Wassers herausgeholt und als Sondermüll entsorgt werden. „Wenn Leuten am Markt weniger Fischbrötchen aus den Händen rutschen, ist eine Reinigung vielleicht auch erst in vier Jahren fällig.“

Bislang floss das Oberflächenwasser durch ein altes Sandfangbecken am Fleth. Die Anlage stammte aus den siebziger Jahren und entsprach weder von der Reinigungsleistung noch von der Kapazität her den heutigen Ansprüchen“, erklärte Paul Roloff in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender der SEG-Verbandsversammlung. Jetzt könne die SEG das Wasser nicht nur besser reinigen, sondern auch mehr Regenwasser behandeln.

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