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NABU im Kreis Steinburg : Neues Netzwerk für die Natur

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ortsgruppen des Naturschutzbunds aus dem Kreis Steinburg legen erstmals gemeinsam eine Veranstaltungsbroschüre auf.

Nistkastenreinigen und Vogelführungen – „darauf wird der NABU oft reduziert“, sagt Kurt Nießner, Vorsitzender der NABU-Ortsgruppe Kellinghusen. Der Naturschutzbund Deutschland ist aber keineswegs ein Vogelschutzverein. Und das wird mit dem neuen Faltblatt für den Kreis Steinburg Schwarz-auf-Weiß mehr als deutlich. Mehr als 40 Veranstaltungen für das laufende Jahr haben die fünf Ortsgruppen Glückstadt, Itzehoe, Kellinghusen, Schenefeld und Wilstermarsch dort zusammengetragen. Erstmals zeigen die Ortsgruppen damit ein Veranstaltungsnetzwerk für die Natur. Die Vielfalt und die Menge der Angebote ist dabei kein Wunder, hat der Kreis doch mit die höchste Dichte von NABU-Gruppen in Schleswig-Holstein.

„Es ist auch für uns ganz beachtlich, was der NABU im Kreis alles auf die Beine stellt“, meint Leonhard Peters, Vorsitzender aus Itzehoe. Neben den „Klassikern“ wie Vogelführungen, Nistkastenreinigen und Knickpflege auf historische Weise finden sich auch neue Angebote und sogar außergewöhnliche Veranstaltungen. „Wir haben nicht nur unsere Kräfte gebündelt, sondern wir befruchten uns durch diesen gemeinsamen Flyer auch gegenseitig“, erklärt Otto Bies, NABU-Chef in Schenefeld. So gibt es auch Fledermausabende, Naturrallyes, Fahrradtouren in die Natur und eine Fotosafari an der Elbe. Wer noch ein ausgefalleneres Naturerlebnis sucht, ist beispielsweise bei der „Open-Air-Konzertwanderung“ zu den Laubfröschen oder dem „Streifzug durch die Welt der Wildkräuter richtig, bei der die gesammelten Köstlichkeiten anschließend gemeinsam verspeist werden.

„Wenn man sieht, was der Naturschutzbund alles auf die Beine stellt, möchte man sich gar nicht vorstellen, wie es ohne ihn aussehen würde“, sagt Leonhard Peters angesichts der Vielfalt, die das neue Faltblatt deutlich macht. Ziel der Kooperation sei es, dass der Austausch zwischen den Ortsgruppen intensiver wird. „Aber selbstverständlich spielt auch der Gedanke der Mitgliederwerbung eine Rolle“, sagt der Itzehoer NABU-Vorsitzende. Man kämpfe zwar nicht mit großen Nachwuchsproblemen, dennoch fehle ein wenig das „Mittelalter“. Ältere würden sich engagieren, jüngere kämen durch die Jugendgruppen nach, „aber im mittleren Alter hätten wir ruhig noch ein paar Mitglieder“, sagt Kurt Nießner.

Überhaupt wolle man dazu beitragen, dass die Menschen wieder mehr in die Natur gehen. „Wenn ich die Pflanzen und Tiere benennen kann, wächst auch das Verständnis für sie“, ist Peter Kock, NABU-Vorsitzender Wilstermarsch, sicher. Um mehr Menschen für die Natur zu begeistern nutzen die NABU-Ortsgruppen auch andere Kooperationspartner. In der Wilstermarsch gibt es Überschneidungen mit dem Hegering, die Kellinghusener NABU-Gruppe unternimmt Radtouren mit der dortigen Gruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs. An den NABU-Veranstaltungen kann aber grundsätzlich jeder Teilnehmen, wobei Gäste über 14 Jahren eine geringe Gebühr (in der Regel drei Euro) zahlen.

Der neue kreisweite NABU-Flyer wurde in einer Auflage von 2500 Exemplaren gedruckt und liegt künftig an vielen Orten wie Touristinfos, Büchereien, Geschäften und Schulen aus. Weitere Infos finden sich auch im Internet unter www.nabu.de. Dort gibt es auch eine Termindatenbank, in der alle Termine eingepflegt werden. Die nächste Veranstaltung im NABU-Kalender ist die „Knickpflege auf die traditionelle Art“ des NABU Schenefeld am Sonnabend, 28. Februar, von 9 bis etwa 16 Uhr. Anmeldung unter 04892/212 oder per E-Mail nabu.schenefeld@t-online.de

 

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erstellt am 25.Feb.2015 | 05:00 Uhr

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