zur Navigation springen

Abfall im Kreis Steinburg : Neues Müllzeitalter bricht an

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Geringere Gebühren, neue Entsorger-Firmen, Sperrmüll nur noch auf Abruf: Ab 1. Januar gibt es viele Änderungen bei der Abfallentsorgung im Kreis Steinburg.

„Bei uns im Kreis Steinburg bricht ein neues Müllzeitalter an“, resümierte Jürgen Ruge, Vorsitzender des Umweltausschusses des Steinburger Kreistags, zufrieden. Zum 1. Januar gibt es eine ganze Menge Änderungen rund um das Thema Abfallwirtschaft im Kreis. Die besonders gute Nachricht ist die Senkung der Abfallgebühren, jüngst vom Kreistag beschlossen. Etwa 40 Prozent spart jeder Steinburger Haushalt.

In einem Pressegespräch stellten Jürgen Ruge, Ines Wittmüß (Leiterin des Amtes für Umweltschutz), Anja Martens (Leiterin der Abteilung Abfallwirtschaft), Kathy und Nadine Walter (Firma Bischof, Kremperheide), Jörg Lassen (Firma ISR – Itzehoer Schrott und Recycling) sowie Fabian Meier (USN- Umwelt Service Nord GmbH) gemeinsam vor, was die Steinburger in Sachen Abfall im neuen Jahr erwartet. „Wir haben hier eine ausgesprochen außergewöhnliche Situation“, stellte Ruge erfreut fest. „Mehr Komfort und mehr Leistung für weniger Gebühren!“. Der Kreis habe Glück mit der äußerst positiven Entwicklung. Die Politik beschließe zwar, aber die Hauptverdienste lägen eindeutig bei der Verwaltung, fügte Ruge hinzu.

Die verschiedenen Leistungen im Bereich der Abfallentsorgung wurden schon im April 2014 europaweit ausgeschrieben. Die neuen Verträge treten ab Januar in Kraft. Vertragspartner sind für die für die Verwertung von Altpapier die Firma AP Concept aus Glückstadt, für den Sperrmüll auf Abruf die Firma USN Umweltservice Nord aus Hohenlockstedt, Verwertung von Elektrogeräten die Firma ISR Itzehoer Schrott und Recycling, für Schadstoffsammlung die Firma Veolia Umweltservice Nord aus Itzehoe und für das Einsammeln und den Transport von Rest- und Bioabfall sowie Papier die Firma Bischof aus Kremperheide.

Letztere hatte bereits bis Ende Mai 2005 in einem Teil der Kreisgebietes die Abfälle abgefahren und löst nun die Firma Otto Dörner Entsorgung aus Hamburg ab. Das hat über den Jahreswechsel hinweg terminliche Auswirkungen. Zwischen der Abfuhr im alten Jahr und der im neuen Jahr kann der 1,5-fache Turnus liegen – bei vierzehntägiger Abfuhr drei Wochen und bei der Papierentsorgung sechs Wochen. Wenn der Zeitraum länger ist, werden Sonderabfuhren vorgenommen. Die Termine sind auf der Homepage des Kreises unter www.steinburg.de zu finden.

Für die Altpapier-, Rest- und Biomüll-Entsorgung hat die Firma Bischof ihren Fuhrpark erweitert. Das Personal sei komplett und entsprechend geschult. Denn die Biotonne wird künftig nicht wie der restliche Müll mit Hecklader, sondern mit so genannter Seitenladertechnik abgefahren. Der Vorteil: Auf diese Weise kann Biomüll sauber verpackt zur weiteren Entsorgung nach Lübeck transportiert werden. Umgewöhnung für die Steinburger: Die Biotonne muss für die Abfuhr in eine bestimmte Position gebracht werden. Bei Fragen dazu steht die Firma Bischof für Auskünfte zur Verfügung, wie Kathy und Nadine Walter betonen. Altpapier wird übrigens künftig alle vier Wochen abgefahren, statt bisher zwölf jetzt 13 Mal pro Jahr.

„Die gravierendsten Änderungen gibt es aber im Bereich Sperrmüll“ , so Anja Martens. Statt vier feste Termine im Jahr gibt es nun den Sperrmüll auf Abruf, wobei ebenfalls die Möglichkeit besteht, mit dem Sperrgut auch Elektrogeräte abholen zu lassen. Gründe für die Umstellung gibt es gleich mehrere. Die Sperrmüllfledderei werde vermieden. Metalle und Ähnliches seien oft von „fliegenden Händlern“ eingesammelt und zum Schrotthändler gebracht worden. Das werde nun unterbunden, die Erlöse für Altmetall sollen dem Gebührenzahler zugute kommen. Künftig wird es keine Fahrzeugkolonnen mehr geben, die einen Tag vor dem Sperrmülltermin ihre Runden drehten und schnell zu Verkehrshindernissen wurden. Abfall, der nicht zum Sperrmüll gehört, blieb oft tagelang liegen und wurde letztlich von den Bauhöfen oder Gemeindearbeitern auf Kosten der Allgemeinheit entsorgt. Und: Die Abfuhr auf Abruf sei flexibler. Man müsse nicht auf den Termin im nächsten Quartal warten, sondern habe eine Abfuhr innerhalb von drei Wochen.

Ines Wittmüß weist abschließend auf den persönlichen Abfallkalender für Hausbesitzer hin. Sollten Mieter diesen nicht von ihrem Vermieter bekommen, sind sie auf der Homepage des Kreises zu finden. Infos geben aber auch die Verwaltungsmitarbeiter in der Abteilung Abfallwirtschaft.

 

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 29.Dez.2015 | 19:40 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen