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Neues Messnetz modernisiert Trinkwasserversorgung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 01.Jun.2015 | 16:20 Uhr

Das Wasserwerk Wacken hat sein Messnetz von Grund auf modernisiert und auf den automatischen Betrieb mit Datenfernübertragung umgestellt. Zwei Jahre nach Inbetriebnahme wird nun eine zufriedenstellende Bilanz gezogen.

Gemeinsam mit den Wasserwerken Warringholz und Kuden versorgt das Wasserwerk Wacken große und kleine Betriebe der Industrieregion Brunsbüttel sowie zahlreiche Haushalte des nördlichen Kreises Steinburg mit Trinkwasser. Sieben Millionen Kubikmeter Wasser fördert der Verband jährlich und zählt damit zu den größten Trinkwasserversorgern Schleswig-Holsteins. Eine neue, wasserrechtliche Förderbewilligung für das Wasserwerk Wacken im Jahr 2013 war für die Betreiber Anlass, das Messnetz zu modernisieren. Informationen über den aktuellen Wasserstand, zeitnahe Datenverfügbarkeit und kurzfristige Alarmierung im Ernstfall waren gefordert. Verteilt über das Einzugsgebiet ließ das Wasserwerk Wacken daher 55 Messstellen mit automatischen Komplettsystemen ausstatten.

Ein weiterer Vorteil: Ihre effiziente Stromversorgung lässt sie jahrelang ohne Batteriewechsel auskommen. Seit Oktober 2014 ist das Messnetz vollständig in Betrieb. Stündlich messen die neuen „Logger“ den Grundwasserstand und die Temperatur, speichern die Werte und senden sie zusammen mit dem Batteriestatus einmal täglich als E-Mail an die Verwaltungszentrale in Brunsbüttel. Kritische Werte versenden sie sofort als Alarmmeldung.

Der Umbau war nicht besonders aufwändig. „Die Messstellen waren ja bereits vorhanden“, so Dirk Sonnenschmidt, der den IT-Bereich der Entwicklungsgesellschaft Brunsbüttel (Egeb) leitet. Zur Freude des Betreibers fallen auch nahezu keine Wartungsarbeiten an. „Einmal im Quartal machen unsere Leute ohnehin einen Kontrollgang. Sie halten die Messstellen sauber, schneiden Eingewachsenes zurück und machen eine Peilmessung, um die ‚Datenlogger‘ zu kontrollieren“, erklärt Sonnenschmidt. „Ansonsten ist nicht viel zu tun, denn die ‚EcoLogs‘ sind genau so, wie man es sich wünscht. Einbauen und vergessen – perfekt.“ Auch die Datenübertragung funktioniere tadellos, wobei in dem eher flachen Gelände natürlich auch die Mobilfunkbedingungen optimal seien.

Die modernisierte Mess- und Kommmunikationstechnik versorgt die Betreiber mit lückenlosen Daten, die bequem vom Computer aus abrufbar sind. So können sich die Beschäftigten des Wasserwerks darauf konzentrieren, ihre Kunden zuverlässig mit Trinkwasser zu versorgen und dabei sicherstellen, dass die Entnahme und Neubildung von Grundwasser im Gleichgewicht bleiben. 

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