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Neues Löschfahrzeug – finanzieller Kraftakt für Kudensee

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

„Das ist jetzt unser viertes Löschfahrzeug“, stellte Kudensees Wehrführer Frank Nagel am Sonnabendmittag bei der Übernahme eines neuen Tragkraftspritzenfahrzeuges für die örtliche Feuerwehr fest. Und der neue Opel-Morano fährt künftig auch mit Gottes Segen zu den Einsätzen. Der Viertonner, die Einsatzkräfte und die Kudenseer Bürger wurden von Pastor em. Karl-Wilhelm Steenbuck aus Wilster gesegnet. Der Seelsorger war von Bürgermeisterin Anja Finke und Wehrführer Frank Nagel eigens um diese Amtshandlung in plattdeutscher Sprache gebeten worden. „De Füerwehr ist alleen schon een Segen für ganz Kudensee“, sagte der Geistliche. Sie sichere nicht nur den Brandschutz, sondern bringe auch Leben in das Leben der Gemeinde.

Die Motorisierung der Kudenseer Feuerwehr begann 1938, als der damals angeschaffte Tragkraftspritzen-Anhänger noch von einem Trecker an die Brandstelle gefahren werden musste. 1972 folgte ein Ford-Transit, der 1988 von einem Mercedes 310 abgelöst wurde. Dieser wurde jetzt nach 27 Jahren ausgemustert und nach Dithmarschen verkauft. Das neue Fahrzeug wurde mit der Schlüsselübergabe durch Anja Finke an den Wehrführer sowie an Gerätewart Thies Nagel offiziell von der Feuerwehr übernommen.

Mit einer Girlande geschmückt, stand das neue Fahrzeug im Mittelpunkt des sonntäglichen Festaktes. Anja Finke sprach von einem festlichen Anlass und dankte Pastor Steenbuck, der das Fahrzeug mit seinem Segen auf einen guten Weg bringen werde. Sie dankte aber auch der Gemeindevertretung, die diese Anschaffung mit ihren zustimmenden Entscheidungen möglich gemacht habe. Die Gesamtkosten von rund 60  000 Euro für die Gemeinde seien durch einen Kreiszuschuss in Höhe von 12  500 Euro aus der Feuerschutzsteuer und Spenden von 7000 Euro deutlich gemindert worden. Die Spender Brunsbüttel Ports, Wasserwerk Wacken, Gebrüder Schütt in Flethsee, Kiel Montagebau, Total Brunsbüttel, Bordesholmer Sparkasse und Firma Wähler hätten die Gemeindekasse spürbar entlastet.

Das neue Löschfahrzeug, so berichtete der Wehrführer, sei von der Feuerschutzfirma Ziegler in Rendsburg gebaut und mit der nur teilweise ergänzten feuerwehrtechnischen Ausrüstung optimal bestückt worden. „Es ist schon mit neuem Digitalfunk ausgestattet“, ließ der Wehrführer wissen. Da die neue Technik aber noch nicht kreisweit installiert sei, „hebbt wi noch keeneen, mit den wi funken könnt“, bedauerte Nagel.

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erstellt am 08.Nov.2015 | 15:47 Uhr

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