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Norddeutsche Rundschau

14. Dezember 2017 | 22:29 Uhr

Regionale Wirtschaft : Neues Leben in der Stadt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Manche Läden in Glückstadt stehen leer, andere sind nicht besonders hochwertig. Ein hauptamtlicher City-Manager soll wieder Schwung in die Glückstädter Innenstadt bringen. Bewusst suchen die Politiker den Rat eines Externen.

von
erstellt am 25.Sep.2013 | 05:00 Uhr

An der Zahl der Billig-Frisöre und Handy-Läden ist die Attraktivität einer Stadt abzulesen – so behaupten nicht nur Mitglieder der Stadtvertretung. Glaubt man dieser These, so steht es um Glückstadt nicht besonders gut. Seit Jahren diskutieren die örtlichen Politiker, wie sie wieder Leben in die Innenstadt bringen können. Eine Lösung ist bislang nicht in Sicht. Auch der Verkehrs- und Gewerbeverein (VGV) vermag anscheinend nicht viel ausrichten. Neuen Schwung soll nun ein Externer bringen, der als hauptamtlicher City-Manager, umgangssprachlich auch als „Kümmerer“ bezeichnet, angestellt werden soll. Der Wirtschaftsausschuss beschloss, dazu 35 000 Euro im nächsten Jahr bereitzustellen.

„Früher war Einkaufen in Glückstadt tatsächlich eine Marke“, beschreibt Dr. Lüder Busch, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, die Situation. „Heute müssen wir feststellen, dass wir vor allem im Bereich der Großen Kremperstraße schon Leerstände haben.“ Auch die Große Deichstraße sei betroffen. Hinzu komme: Nicht alle Läden, die sich in jüngster Zeit angesiedelt hätten, seien hochwertig. Eine Neubelebung sei bislang trotz mehrerer Anläufe nicht gelungen. „Deshalb muss eine Person von außen her“, so Busch. Und auch der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses, Dr. Hans-Georg Helm meint: „Da wir alle nicht den Königsweg kennen, müssen wir uns einfach helfen lassen.“

Entgegen einzelner Stimmen war sich die Mehrheit der Ausschussmitglieder einig: Das Projekt soll zunächst zeitlich begrenzt sein, auch angesichts der angespannten Haushaltslage. Der Kümmerer soll nur die Initial-Zündung für neues Leben in der Innenstadt geben. Abzuwarten bleibt, ob eine Förderung bewilligt wird. In dem Fall könnte ein City-Manager für zwei Jahre beauftragt werden. Andernfalls soll es zunächst bei einem Jahr bleiben.

Den Beschluss des Ausschusses bezeichnete Dr. Hans-Georg Helm als „zukunftsweisend“ für die Stadt. Leitlinie für den „Kümmerer“ wird das Einzelhandelskonzept sein, das die Stadtvertretung im April dieses Jahres beschloss.

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