zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

21. August 2017 | 01:31 Uhr

Neues Kreishaus soll bis 2022 fertig sein

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Drei neue Stellen im Bauamt / Ideenwettbewerb geplant

März 2018. Dann soll der Neubau des Kreishauses beginnen. So steht es in einem Zeitplan der Verwaltung, der allerdings den Zusatz „grob“ trägt. Jetzt läuft das Verfahren an.

Allein für das Projekt hat der Kreistag dem Bauamt drei Stellen genehmigt – befristet bis 2022. Gerade war Bewerbungsschluss. Wenn sie nicht wie gewünscht besetzt werden könnten, müsse ein externes Büro hinzugezogen werden, sagt Daniela Immich – die Chefin des Kreisbauamtes hat die Leitung für das gesamte Projekt übernommen.

Dies betrifft das gesamte Quartier zwischen Viktoria-, Post- und Karlstraße. Wie es strukturiert werden kann, soll ein städtebaulicher Ideenwettbewerb ergeben. Der große Unterschied zum ersten Wettbewerb für das neue Kreishaus: „Es ist kein Auftragsversprechen damit verbunden“, sagte Immich im Kreis-Bauausschuss. „Die Ergebnisse können wir für unsere weitere Planung nutzen oder eben nicht.“

Weder werde es Grundrisse für das Innere der Gebäude geben noch eine Ausarbeitung der Fassaden – Ziel ist allein ein Vorschlag für die Anordnung im Quartier. Wichtige Fragen wie die Arbeitsabläufe in den Gebäuden, deren Verbindung und die Orientierung der Besucher sollen Teil der Aufgabenstellung für den Wettbewerb werden, so Daniela Immich. Parallel will die Verwaltung, eventuell mit Hilfe Externer, einen Gestaltungsleitfaden für das Quartier erarbeiten. Themen: Wege, Freiräume, Bepflanzung – und die Fassaden.

Wie wird die Öffentlichkeit beteiligt? „Die Kommunikation mit interessierten Bürgern, als eine Gruppe der wichtigen Kommunikationspartner, soll weitergeführt bzw. ergänzt werden“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Einzelheiten werden aber noch geprüft, zum Beispiel die Frage, ob die Skizzen aus der ersten Stufe des Ideenwettbewerbs veröffentlicht werden dürfen. Wie viele Vorschläge eingehen werden, sei nicht vorhersehbar, sagte die Projektleiterin. „Es kommt auf die Qualität an, nicht auf die Quantität“, ergänzte Kreisdezernent Friedrich-Wilhelm Stork.

Der Architekt für die eigentliche Planung des Neubaus muss per europaweiter Ausschreibung gesucht werden. Daniela Immich rechnet mit vielen Bewerbungen: „Es ist eine attraktive Aufgabe.“ Anders als beim ersten Mal orientiert sich die Auswahl nicht am Entwurf, sondern am Büro – und das streng reglementiert. Auch das berge ein Risiko, erhöhe aber die Chancen, sagte Stork. Der neue Prozess biete die Gelegenheit, „erkannte Fehler“ zu vermeiden. Weil das gesamte Quartier im Blick ist, könnten die Gebäude verteilt werden, auch um „die Ecke Viktoriastraße/Bahnhofstraße nicht mit einem zu großen Baukörper zu überfrachten“. Die Politiker nahmen all das zur Kenntnis – und zwar „zustimmend“, so der Vermerk im Protokoll.

Ein erster Meilenstein soll im dritten Quartal 2016 folgen: die Zustimmung des Kreistags zum Vorentwurf. Ab dem ersten Quartal 2018 soll das Kreishaus in zwei Abschnitten neu gebaut werden. Zum vierten Quartal 2022 ist die Fertigstellung vorgesehen, so sagt es der „Grobzeitplan“ aus.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 18.Nov.2015 | 00:32 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen