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Norddeutsche Rundschau

15. Dezember 2017 | 08:03 Uhr

Jahrmarkt : Neues Konzept für Zukunft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Weniger Besucherzahlen, Schausteller, die nicht kamen: Attraktivität der Veranstaltung in Wilster soll gesteigert werden.

Die Jahrmarktsnachlese 2013 stand im Mittelpunkt der Sozialausschuss-Sitzung unter der Leitung von Ann-Christin Martensen. Schon im Kinder- und Jugendparlament war der Jahrmarkt ein Thema, von dort aus wurde eine Schülerbefragung in der Wolfgang-Ratke-Schule und in der Gemeinschaftsschule angeschoben.

Ein Ergebnis lag noch nicht vor, Ann-Christin Martensen kündigte an, dass sich das Kinder- und Jugendparlament in seiner Sitzung am 28. November damit befassen werde. Die Aktion stieß im Sozialausschuss auf breite Zustimmung, auch eine eigens von den Fraktionen gestaltete Arbeitsgruppe befasst sich mit der Attraktivitätssteigerung des Wilster Jahrmarktes.

Für 2014 sieht Bürgermeister Walter Schulz (CDU) allerdings zurzeit noch keine konkreten Umsetzungspläne für die Arbeitsgruppe. Unter deren Mitgliedern gebe es noch keinen Konsens. Ratsherr Helmut Jacobs wandte ein, er habe das Gefühl, dass in der Arbeitsgruppe primär darüber diskutiert worden sei, einen anderen Termin für den Jahrmarkt zu finden, weniger über Möglichkeiten zur Attraktivitätssteigerung. Das wies der Bürgermeister entschieden zurück, es sei in viele Richtungen debattiert worden. „Man muss alles durchdenken, wenn man den Jahrmarkt retten will“, so Schulz. Er bekräftigte: „Wir sind dabei, ein Konzept zu erarbeiten, wie der Jahrmarkt oder das Volksfest der Zukunft sein könnte.“

Zuvor hatte Marktmeister Manfred Moltzau das diesjährige Jahrmarktsgeschehen Revue passieren lassen. Die Baustelle am Markt machte eine attraktive Gestaltung dort nicht möglich, der Jahrmarkt beschränkte sich auf Sonninstraße und Colosseumsplatz. Problem dort: Obwohl sie Zusagen gegeben hatten, waren viele Schausteller nicht gekommen – und lieber kurzfristig zu attraktiveren Parallelveranstaltungen im Land umgeschwenkt. So fehlten auf 145 Meter Stände – Lücken, die möglichst trickreich wieder geschlossen werden konnten.

Parallelveranstaltungen dürften auch ausschlaggebend dafür sein, dass am Sonnabendabend die Fahrgeschäfte schon um 23 Uhr schlossen. „Uns haben die Jugendlichen auf dem Platz gefehlt“, so Moltzau. Geringe Besucherzahlen machte Bürgermeister Walter Schulz auch am Montagabend aus, dem Feuerwerk-Abend, der sonst so beliebt war, dass sich die Menschen auf dem Jahrmarkt drängten. Einige Ausschussmitglieder äußerten, dass ihnen das Feuerwerk viel zu kurz vorkam. Auch darüber sollte man im nächsten Jahr nachdenken.

Bis Ende Dezember sollen nun die Schausteller-Anmeldungen für 2014 wieder beim Marktmeister eingehen. Der frühe Zeitpunkt sei nötig, da in der Frühjahrssitzung des Sozialausschusses die Teilnehmerliste mit entsprechenden Zusagen vorliegen müsse. Diskutiert wurde noch über Möglichkeiten, die Schausteller an die Zusagen gebunden werden könnten, aber auch da gab es nichts Konkretes. Das Thema Jahrmarkt in Wilster bleibt spannend.


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