Neues Königspaar und Tanz in den Morgen

Die proklamierten Majestäten im Jubiläumsjahr der Oelixdorfer Lustgilde (von links): der erste König Uwe Primus und die erste Königin Anthea Stühmer (4. und 5. v.li.) beim Umzug durchs Dorf.
Die proklamierten Majestäten im Jubiläumsjahr der Oelixdorfer Lustgilde (von links): der erste König Uwe Primus und die erste Königin Anthea Stühmer (4. und 5. v.li.) beim Umzug durchs Dorf.

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19. Juni 2014, 08:53 Uhr

Die Oelixdorfer Lustgilde von 1539 („Oelixdörper Lustgill vun 1539“) feierte in diesem Jahr ihr 475. Jubiläum (wir berichteten). Im Zentrum standen dabei neben dem Kommersabend auch das Königssschießen mit anschließender Proklamation. Dafür ging es nach dem ersten Abend mit Festkommers am nächsten Morgen schon früh los. Bereits um 7.30 Uhr wurde zu den Klängen von „Möllers Dampfkapell“ (Teile des Oelixdorfer Musikzuges“) beim Gildewirt geweckt. Um 8 Uhr begann ein wegen des Jubiläums besonders langer Umzug durchs geschmückte Dorf. Ziel war das letztjährige Königspaar Benjamin Kowynia und Yvonne Runge, die hier wie gewohnt ein Sektfrühstück ausgaben.

Von da aus ging es weiter zum Gildeschießstand, wo bis mittags das neue Königspaar ausgeschossen wurde. Hier setzten sich dieses Mal mit Uwe Primus als 1. König und Anthea Stühmer als 1. Königin zwei im Vergleich sehr junge Teilnehmer an die Spitze. 2. König wurde Kjerr Eckelt, 3. König Niklas Jordan, ebenfalls noch recht jung. Danach zogen die Schützen erneut mit Musik durch Oelixdorf zum Gildewirt „Unter den Linden“, wo es für die Majestäten ein Spargel- und Schinkenessen gab, dem sich der Gildeball mit Proklamation anschloss. Ältermann Hermann Voß freute sich über ein volles Haus: „Als Höhepunkt gibt es heute ganz besondere Königs- und Schaffertänze“, an die sich die Königsproklamation anschloss.

Hier erhielt das neue Königspaar die Königskette umgehängt. Zur Live-Musik wurde bis in die Nacht hinein getanzt. Beendet wurde das Fest auch nach 475 Jahren noch bei Sonnenaufgang am Sonntag mit dem berühmten Rasentanz. Große Abordnungen waren von der Gilde aus Krempe und Wilster bei den Feierlichkeiten dabei.

Zwei Mal wurde hier traditionell die Gildelade gestohlen, die gegen so viele Faschen Wein eingetauscht wurden, wie sich Frauen gleichzeitig auf der Kiste halten konnten. Acht und neun Flaschen Wein sprangen für die Damen dabei heraus.

Bis Sonnenaufgang wurde im Saal getanzt, und der Rasentanz, bei dem die Frauen sich barfuß in den Kaffeegarten begeben mussten, wurde das Jubiläumsfest abgeschlossen. „Auch von vielen jungen Schützen wurde die Tradition angenommen und weiter getragen“, freute sich Ältermann Hermann Voss.

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