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Norddeutsche Rundschau

17. August 2017 | 23:59 Uhr

retter : Neues Fahrzeug für Taucher

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Einsatzgruppe der Itzehoer Feuerwehr bekommt nach langem Warten ihren Transporter.

Sechs lange Jahre hat es gedauert – jetzt konnte Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen in der Feuerwache den Schlüssel überreichen: Die Tauchergruppe der Freiwilligen Feuerwehr hat ihr neues Fahrzeug erhalten.

Um die Finanzierung des Gerätewagens Wasserrettung hatte es zuvor ein Tauziehen gegeben. Nach vielen „politisch dramatischen Stunden mit zahlreichen Reibungspunkten“ freute sich der Bürgermeister, das Fahrzeug „endlich übergeben zu können“. Der Mercedes Sprinter Allrad 519 für 117 000 Euro sei ein beeindruckendes Fahrzeug. „Man kann sich sogar gleich darin umziehen.“ Um das zu schaffen, musste einiges an Überzeugungsarbeit geleistet werden, und er versprach: „Wir werden wieder weiteres Geld in den Haushalt einstellen.“ Mit der Tauchergruppe, die 1985 gegründet wurde, liege Itzehoe in Schleswig-Holstein ganz weit vorne und sei dem Ziel wieder ein Stück näher gekommen, die Möglichkeiten der Wache nach und nach zu vergrößern.

Auch Bürgervorsteher Heinz Köhnke ging auf die Verzögerungen ein: Die Frage, ob Nachbarwehren und das Land sich beteiligen, sei abschlägig beantwortet worden. „Wir hätten uns das schneller gewünscht.“ So wünschte er nun den Tauchern „möglichst wenige Einsätze – aber wenn es welche gibt, sind wir damit gut aufgestellt“.

Bernd Paulsen, Leiter des Tauchwesens, erläuterte die Notwendigkeit der Anschaffung: „Unser vorheriges Fahrzeug war einfach zu alt.“ Der neue Mercedes mit einer Nutzlast von fünf Tonnen und 190 PS ist für vier Personen ausgelegt „Dafür mussten wir unser Einsatzkonzept ein wenig umstellen.“ War es zuvor ein Fahrzeug für acht Helfer, so transportiert der neue Wagen nun das Nötigste für den Notfall. „Der Rest wird mit dem zweiten Fahrzeug zum Einsatzort nachgeliefert.“

Der Transporter sei extra auf die Bedürfnisse der Taucher ausgerichtet, erläuterte Paulsen. Insgesamt seien von mehreren Beteiligten 1200 Arbeitsstunden in seine Entwicklung und Ausstattung investiert worden. Und: „Er passt in eine normale Parkspur.“

Charakteristisch hat das Fahrzeug außen eine Folienbeklebung mit Tauchersymbol und erhält auf dem Dach zur Identifikation aus der Luft noch einen Schriftzug. Im hinteren Teil sind die Gerätschaften untergebracht, an der Seite steigt die Besatzung ein und aus. Der Wagen kann Taucher an der Oberfläche mit Luft versorgen und hat außen eine Megaphonanlage und Signalhörner für Seeschifffahrt sowie einen extra entwickelten Auftritt am Heck. „All das ist ein zusätzlicher Sicherheitszugewinn.“

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erstellt am 18.Jan.2014 | 07:30 Uhr

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