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Norddeutsche Rundschau

20. August 2017 | 06:42 Uhr

Sommertour : Neues aus der Lederfabrik

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ministerpräsident Albig besuchte auf seiner Rundreise auch die Kellinghusener Lederfabrik Kobel.

Ein Bulle bringt es auf elf Quadratmeter feinster Haut und auf der bayerischen Alm tragen Kühe meist lederne Halsbänder Kellinghusener Herkunft. Allerlei Neues über das Naturprodukt Leder erfuhr Torsten Albig beim Besuch der Lederfabrik Gebrüder Kobel im Rahmen seiner Sommertour. 1877 gegründet, wird die Firma heute in der fünften Generation als Familienunternehmen geführt. Über lange Zeit waren die Gebrüder Kobel die einzige Lederfabrik Schleswig-Holsteins. Beim Rundgang konnte Albig die einzelnen Stationen der Herstellung nach alter Tradition verfolgen: Acht bis zehn Wochen lang hängen die Häute in Gruben, durch die verschieden starke pflanzliche Brühen gepumpt werden. „Die pflanzliche Gerbung in der Grube ist auch nach mehr als 135 Jahren das Herzstück unserer Produktion“, erklärte Sebastian Kobel. Diese traditionelle Art der Gerbung sei zwar zeit- und arbeitsintensiver als heutige industrielle Gerbverfahren. „Aber die Vorzüge dieser Gerbart bleiben unerreicht.“ Hochwertiges Premium-Leder liefern die Gebrüder Kobel weltweit vor allem an Hersteller von Reitsportartikeln. Der Mittelständler berichtete aber auch von einem harten Wettbewerb mit Anbietern aus Nicht-EU-Ländern, wo zu anderen Preisen und unter anderen Bedingungen gearbeitet werden könne.

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