zur Navigation springen

Neuer Vorsitzender, alter Name – der Itzehoer SV ist zurück

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

von
erstellt am 05.Mär.2015 | 05:00 Uhr

Mit runderneuertem Vorstand und altem Namen will sich der FC Itzehoe in eine bessere Zukunft aufmachen. Am Dienstagabend wählten die anwesenden 46 stimmberechtigten Mitglieder im Sportlerheim an der Lehmwohldstraße Manfred Koplin zu ihrem neuen Vorsitzenden.

Zuvor nahmen sie auch den von Koplin gestellten Antrag an, den Verein wieder unter seiner alten Bezeichnung Itzehoer SV von 1909 zu führen. Mit dem Dank an die alte Führungsriege für die engagierte Arbeit in turbulenten Zeiten richtete sich Koplin nach seiner Wahl an die Versammlung: „Ich verstehe uns alle als Team, wir im Vorstand sind keine Solisten. Ich fordere daher alle Mitglieder zur Mitarbeit auf – zum Wohle des Vereins.“ Derzeit hat der reine Fußball-Club 228 Mitglieder. Neben der Herrenmannschaft nehmen neun Jugendteams (davon A- und B-Junioren in Gemeinschaft mit dem TSV Heiligenstedten) am Spielbetrieb teil.

Koplin und seine Vorstandskollegen, zu denen die Stellvertreter Wolfgang Petermann und David Ander sowie Christian Lohse (Schriftwart), Uwe Reese (Kassenwart), Rudi Rüssel und Hauke Ohlsen (beide Beisitzer) gehören, treten kein leichtes Erbe an. Das wurde aus dem Vorstands-Bericht des scheidenden Kassenwarts Karsten Spankow deutlich. Nach dem Rückzug des damaligen Sponsors Mitte Mai des vergangenen Jahres war der Verein zu drastischen Maßnahmen gezwungen: Trennung von Trainern und Physiotherapeuten, keine Zahlung mehr von Fahrkosten und Aufwandsentschädigungen für Jugendtrainer, Rückzug der ersten Mannschaft aus der Verbandsliga und Abmeldung der zweiten Mannschaft.

Dennoch kam man für das Jahr 2014 um ein strukturelles Defizit von knapp 20  000 Euro, das die Rücklagen komplett aufzehrte, nicht herum. Spankow: „Die Einnahmen liegen bei rund 60  000 Euro. Um auch die Ausgaben in diese Größenordnung zu bekommen, müsste man für 2015 weitere 15  000 Euro bei den Gehältern und 5000 in anderen Kategorien einsparen.“ Zwar habe der Verein derzeit keine Verbindlichkeiten, aber um die Liquidität sei es schlecht bestellt. Immerhin würden für 2015 die eingeleiteten Schritte für das ganze Jahr wirken, in 2014 galt das nur ab Juni.

In diesem Zusammenhang wies Spankow auf die Ungleichbehandlung in der Sportförderung der Stadt hin. Vereine ohne eigene Anlagen können städtische Anlagen wie Hallen und Sportplätze kostenlos nutzen. Dagegen nutzt der FCI/ISV eine städtische Anlage per Erbbauvertrag und muss neben dem Erbbauzins auch für sämtliche Betriebskosten selbst aufkommen. Darüber wird im Rahmen des Sportentwicklungskonzeptes diskutiert, ein Ergebnis steht aber noch aus.

Hier will auch Koplin versuchen, den Hebel anzusetzen. „Neben der Rückkehr zu den Wurzeln müssen wir weiter daran arbeiten, den Verein auf eine solide wirtschaftliche Basis zu stellen – ohne einen Großsponsor.“

Zu Manfred Koplins ersten Amtshandlungen gehörte die Ehrung langjähriger Mitglieder. Für 25 Jahre wurden Wiebke Scheffel und Sönke Lohse ausgezeichnet, für 50 Jahre Mitgliedschaft ehrte der neue Vereinschef Volker Bernsee.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen