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Schüler mit Ideen : Neuer Spielplatz für Brunsbütteler Grundschule

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Rund 35 000 Euro will die Stadt Brunsbüttel in die Hand nehmen: Dafür soll ein neuer Spielplatz entstehen – und die Kinder und Jugendlichen haben Ideen eingebracht.

Die Schließung der Spielfläche auf dem Pausenhof der Boy-Lornsen Grundschule war unumgänglich. Eine Vielzahl der aufgestellten Spielgeräte wiesen erhebliche sicherheitstechnische Mängel auf. Für die Neugestaltung der Bewegungsfläche plant die Stadt, rund 35  000 Euro in die Hand zu nehmen. Aufgrund der kürzlich verhängten Haushaltssperre verschiebt sich Fertigstellung des Spielplatzes jedoch voraussichtlich um mindestens drei Monate.

„Angedacht war mal, die Gerätschaften im April zu bestellen, doch damit müssen wir nun warten. Vor Juli werden wir die Bestellung mit Sicherheit nicht rausgeben können“, so Bauamtschefin Astrid Gasse. Dennoch laufen die Planungen für den Spielplatz weiter. Tatkräftige Unterstützung erhält Gasse dabei von den Grundschülern.

„Es ist unglaublich toll, dass die Stadt den Schülern die Möglichkeit bietet, sich aktiv an den Planungsprozessen zu beteiligen und wie Frau Gasse das Schülerparlament in ihre Arbeit einbindet“, zeigt sich Sabine Timmermann-Melzer begeistert. Insbesondere die 26 Jungparlamentarier als Vertreter der Schüler, die in regelmäßigen zeitlichen Abständen unter dem Vorsitz der Lehrerin tagen, bekommen dabei einen tiefen Einblick in den Ablauf von planerischen und demokratischen Entscheidungsprozessen.

„Als der Spielplatz abgebaut werden musste, äußerte das Schülerparlament den Wunsch, sich mit der Neugestaltung auseinander zu setzen“, so Timmermann-Melzer. Durch die einzelnen Klassenräte wurden die Erst- bis Viertklässler daraufhin nach ihren Wünschen für einen Spielplatz befragt. Dabei kristallisierte sich heraus, dass die Mädchen und Jungen neben Schaukeln und Rutschen insbesondere Klettermöglichkeiten und darüber hinaus gemütliche Sitz- und Liegeflächen haben möchten. Die Jungparlamentarier wälzten zahlreiche Kataloge, aus denen sie Bilder jener Spielgeräte ausschnitten, die sie am geeignetsten hielten. Aus ihnen fertigten sie Collagen als Spielplatz-Entwürfe.

Anschließend wurden die Schüler aufgefordert, die besten Gestaltungsmöglichkeiten zu benennen, die vom Schülerparlament der Bauamtschefin präsentiert wurden. Diese legte den Jungparlamentarier im Gegenzug ihre mitgebrachten Entwürfe vor. Mit den Anregungen der Schüler im Gepäck überarbeitete Astrid Gasse die ersten Konzepte und stellte die neuen Ergebnisse dem Schülergremium vor.

Gemeinsam wurden erneut sämtliche Vor- und Nachteile der Spielgeräte erörtert. „Da die Spielgeräte von den Schülern genutzt werden sollen, ist es wichtig, dass sie ihren Vorstellungen entsprechen“, zeigten sich Astrid Gasse und Sabine Timmermann-Melzer einig. „Ich finde große Liegeflächen schöner als einzelne Bänke. Während die Bänke maximal zu zweit genutzt werden können, bieten die Liegeflächen viel mehr Platz, sodass man sich da mit mehreren Freunden treffen kann“, merkte beispielsweise Luka (9) aus der Klasse 3a an. In Sachen Entscheidungsfreiheit der Schüler gab es lediglich vereinzelnde Einschränkungen, insbesondere dann, wenn es um Sicherheitsfragen und den Kostenrahmen ging.

Am Ende der Schülerparlamentssitzung blieben vier Gestaltungskonzepte über. Diese sollen nach den Osterferien nochmals allen Grundschülern vorgestellt werden. Eine Abstimmung soll schließlich darüber entscheiden, welches Konzept am Ende die Spielfläche auf dem Schulhof verschönern soll.



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