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DIENSTANTRITT : Neuer Pastor für Innenstadtgemeinde

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Georg Alexy (38) ist neuer Pastor der Itzehoer Innenstadtgemeinde. Zuvor war er in Kremperheide tätig.

„Ich würde gerne lange hier bleiben.“ Ein Satz, der die Itzehoer freuen wird – denn er stammt von ihrem neuen Pastor. Etliche seiner Kollegen kamen und gingen in den vergangenen Jahren. Doch Georg Alexy ist voller Zuversicht: „Ich freue mich auf meine Tätigkeit!“ Seit seinem offiziellen Dienstantritt am 1. Mai ist ihm vor allem eines aufgefallen: Die „tiefe Herzlichkeit“, mit der ihm in der Stadt begegnet wird. Er sei mit offenen Armen empfangen worden. „Und auch beim Miteinander mit dem Kirchenvorstand habe ich ein tolles Gefühl.“ Es sei alles noch sehr neu, „aber die Begegnungen bisher waren ganz wunderbar“.

Die Itzehoer sind dem 38-Jährigen, der gemeinsam mit Pastor Björn Schneidereit für die Innenstadtgemeinde zuständig ist, dabei nicht fremd. Denn in den vergangenen drei Jahren war er in Kremperheide tätig. „Die erste Stelle als Pastor ist immer für drei Jahre, danach kann man sich neu orientieren“, erklärt er. So bewarb er sich für die Nachfolge von Pastor Matthias Mannherz. „In der Innenstadtgemeinde habe ich Möglichkeiten, die ich faszinierend finde“, sagt er. Dazu zählt zum Beispiel die Kirchenmusik, mit der Alexy, der selbst Geige spielt, gerne zusammenarbeiten möchte. Und auch für sein Steckenpferd bietet die Stadt gute Voraussetzungen: Alexy ist Beauftragter für den interreligiösen Dialog im Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf. „Das ist im städtischen Kontext natürlich aktueller als im Dorf.“

Schon früh begeisterte sich der 38-Jährige für diesen Themenbereich. Der Blick über den eigenen Kirchturm hinaus sei spannend. „Wenn ich mich mit anderen Religionen befasse, beschäftige ich mich nicht nur mit deren Idee, sondern auch mit der eigenen“, erklärt er. „Man kommt so auf Fragen über die eigene Tradition, auf die man anders vielleicht gar nicht stoßen würde.“

Solche Fragen waren es auch, die ihn auf seine berufliche Laufbahn brachten. Im Konfirmanden-Unterricht des gebürtigen Göttingers, der aber noch als Kind mit seinen Eltern nach Kiel zog, tauchten sie erstmals auf: „Fragen, die mich unheimlich interessiert haben.“ Fragen, auf die er zunächst aber keine Antwort fand. Erst in der Oberstufe, als Albert Schweitzers „Die Weltanschauung der indischen Denker“ und das Buch Hiob behandelt wurden, habe es ihn endgültig gepackt. „Es war der Beginn der Neugier.“ Nach intensiver Beschäftigung mit der Bibel und christlichen Werten stand die Entscheidung, Pastor zu werden. Denn nur aus den Büchern könne man keine Fragen beantworten – „es braucht den Austausch mit den Menschen“.

Die Vielfalt schätzt Georg Alexy an seinem Beruf und freut sich auf Kita-Gottesdienste ebenso wie auf den Konfirmanden-Unterricht und Senioren-Nachmittage.

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erstellt am 15.Mai.2014 | 16:45 Uhr

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