Heringsfest : Neuer Matjes einfach Spitze

Albert Gosau reicht Staatssekretär  Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer  den neuen Matjes.
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Albert Gosau reicht Staatssekretär Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer den neuen Matjes.

Die Glückstädter Matjeswochen werden mit dem traditionellen Biss in den neuen, jungfräulichen Hering eröffnet. Einhelliges Urteil: Es schmeckt vorzüglich.

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13. Juni 2014, 05:00 Uhr

„Zart mit Biss – hervorragend!“ Staatssekretär Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer schwärmte vom neuen Matjes. Gereicht wurde ihm dieser traditionell von Albert Gosau. Der Kieler Gast eröffnete gestern gemeinsam mit Bürgervorsteher Paul Roloff und Ralf Krüger vom Verkehrs- und Gewerbeverein die 47. Glückstädter Matjeswochen. Einen hochprozentigen Schnaps gab es draufzu.

„Das Wetter ist gut, der Matjes ist besser“, lobte Bürgervorsteher Paul Roloff den jungfräulichen Hering. Und Ralf Krüger schwärmte: „Einfach Spitze.“

Es war ein super Wetter und eine fantastische Stimmung auf dem Marktplatz. Hunderte von Gästen verfolgten den traditionellen Anbiss auf der Bühne. Musikalische Begleitung gab es vom Shantychor „De Molenkieker“ als musikalischem Botschafter Glückstadts und dem Spielmannszug. Mit locker, flockigen Sprüchen führte Moderator Stefan Wolter durch das Eröffnungsprogramm. Er war es auch, der für Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer einen extra Applaus forderte, denn dieser hatte souverän in den Matjes gebissen und anschließend gelächelt.

Schmidt-Elsaeßer ist gebürtiger Itzehoer und kennt Glückstadt gut. Häufig ist er mit seiner Mutter in Glückstadt gewesen, um Matjes zu essen. „Ich habe ihn genießen und lieben gelernt.“ Deshalb habe er sich auch gefreut, dass er Ministerin Monika Heinold vertreten durfte. „Die Glückstädter Matjeswochen sind einer der Höhepunkte des schleswig-holsteinischen Sommers“, erklärte der Staatssekretär. Er dankte allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben. In Holland sei es ein Sprichwort: „Einem Hering kann nichts Besseres passieren, als ein Matjes zu werden“. Doch sei es so: „Einem Hering kann nicht Besseres passieren, als ein Glückstädter Matjes zu werden.“

Bürgervorsteher Paul Roloff leistete sich in seiner Rede zur Freude der vielen Besucher einen Versprecher. Eigentlich wollte er die vielen Soldaten des Seebataillons aus Eckernförde begrüßen, titulierte die Marine dann aber als „Margarine“.

In seiner Rede betonte er dann: Die Glückstädter Matjeswochen seien eines der beliebtesten Feste im Norden der Republik. „Unserer liebenswerten Stadt würde etwas fehlen, wenn es den Matjes nicht gäbe. “ Der Bürgervorsteher erinnerte auch an den ehemaligen Bürgermeister Dr. Manfred Bruhn, der einst Initiator der Glückstädter Matjeswochen war.

Der Bürgervorsteher lud alle ein, die nächsten Tag die vielen Attraktionen in der Stadt und am Hafen mit der Open-Ship-Meile zu besuchen. „Ich wünsche allen Beteiligten und Organisatoren damit viel Erfolg und dass Sie als Besucher ihren Spaß haben. “ Er forderte auch dazu auf, die Ausstellung über die Heringsfischerei im Detlefsen-Museum zu besuchen. „Dort können Sie nachvollziehen, unter welch schwierigen Arbeitsbedingungen die Fischer seinerzeit vorbereitet haben, was wir heute feiern. “

Wie schon in den vergangenen Jahren gab es wieder Matjeshäppchen für die Besucher – eine Spende des Tourismusbüros. Geschmiert haben diese ehrenamtlich mehrere Mitarbeiter aus dem Sozialkaufhaus. Dafür dankte Roloff und sagte zu den Besuchern: „Ich wünsche Ihnen, dass die Matjesproben Appetit auf weitere Matjes machen.“

Ralf Krüger begrüßte im Namen der Veranstalter – dem Verkehrs- und Gewerbeverein sowie dem Tourismusbüro (Glückstadt Destination Management) – die zahlreichen großen und kleinen Besucher. Er dankte den großzügigen Sponsoren, die das Fest ermöglichen: Dithmarscher Brauerei, Frauen Lebensmittelbetriebe, Stadtwerke Glückstadt und Volksbank Elmshorn sowie den Mitarbeiterinnen des Tourismusbüros. Alle lud er ein, den neuen Matjes zu essen. „Wer einmal den Glückstädter Matjes probiert hat, der mag keinen anderen mehr.“

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