Schützenfest : Neuer Gildekönig ist „Gottfried, der Geduldige“

Das neue Kremper Regententrio: (v.li.) Uwe Panzlaff, Gottfried Poerschke und Hein Heesch.
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Das neue Kremper Regententrio: (v.li.) Uwe Panzlaff, Gottfried Poerschke und Hein Heesch.

Gottfried Poerschke setze sich beim Königsschießen der Kremper Gilde an die Spitze. Er regiert zusammen mit den Ministern Uwe Panzlaff (Finanzen) und Hein Heesch (Kultur).

shz.de von
01. Juli 2015, 05:30 Uhr

„Der König ist tot – es lebe der König!“ Zu nachtschlafender Zeit gegen vier Uhr hallten am Montag die ersten Böllerschüsse durch Krempe. Hörbares Zeichen, dass der Gildemontag eingeläutet wurde. Für König Manfred Riemann hörbares Signal, dass sich seine Regentschaft in der kleinen Marschenstadt dem Ende zuneigte. Auf seine Majestät „Der Schreibfreudige“ folgt als neuer Regent Gottfried Poerschke. Das neue Blaublut trägt den Beinamen „der Geduldige“. Poerschke zur Seite stehen die Minister Uwe Panzlaff (Finanzen) und Hein Heesch (Kultur), die den frisch ernannten König durchs Gildejahr begleiten werden.

Weiterer Höhepunkt der Gilde-Feierlichkeiten am Montag war das abendliche Fahnenschwenken auf dem historischen Marktplatz. Hunderte Schaulustige versammelten sich rund um die Absperrbänder, um das neue Königstrio zu begrüßen und die Fahnenschwenker in Aktion zu erleben. Während das Kremper Volk anschließend zu Füßen des Rathauses feierte, kam der Gildevorstand im kleinen Sitzungssaal zur Inthronisierung zusammen. Der neue König bekommt traditionell vom Ältermann einen würdigen Namen verliehen und darf eine nicht immer ganz ernst gemeinte Regierungserklärung abgeben. Ihren krönenden Abschluss fanden die Gildefeierlichkeiten gestern mit dem großen Königsball.

Gegründet wurde die Kremper Brand- und Wehrgilde 1541 unter der Regierung des dänischen Königs Christian III. Ursprünglich war sie zum Schutz und zur gegenseitigen Unterstützung bei Brandkatastrophen und Angriffen von außen gedacht, doch längst hat sich das Gildefest zu einem Gesellschaftsereignis entwickelt. Neben alten Regeln, strengen Zeitplänen und einer präzisen Satzung stehen Fahnenschwenken und Feiern im Vordergrund. 


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