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Norddeutsche Rundschau

21. August 2017 | 04:55 Uhr

Lesermeinungen : Neuer Fahrplan

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Diskussionen um Bahnverbindungen ab Glückstadt

Zu dem Beitrag „Am neuen Fahrplan scheiden sich die Geister“ (Ausgabe vom 29. Oktober) und der Diskussion um die Bahnanbindung

Zahl der

Bahnhalte halbiert

Wenn unser Bürgermeister und Einige aus dem politischen Raum Glückstadts selbst einmal über den Tellerrand schauen würden, dann kann doch selbst der „Blindeste“ erkennen, dass das Land die Bahnhalte in Glückstadt – unabhängig von der Frage Altona oder HH-Hauptbahnhof und übrigens in alle Fahrtrichtungen – fast halbiert hat. Wie kann man da noch von einem Erfolg für die Stadt sprechen. Politik und Verwaltung müssen endlich begreifen, dass es sich hier von Anfang an um ein Problem über die reine Pendlerfrage hinaus handelte und künftig ganz sicher Auswirkungen für alle Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt haben wird.

Uwe Mühling, Glückstadt

Wo sind

die Erfolge?

Sehr geehrter Herr Blasberg, das Thema NOB-Halt in Glückstadt ausschließlich in den eigenen Interessen des hier explizit genannten Herrn Schlüter (der stellvertretend für die Pendlergemeinde eintritt) und der Pendlerinnen und Pendler zu sehen, halte ich – gelinde gesagt – für ungemein ignorant.

Welche Politik verfolgt denn genau die Stadt Glückstadt? Zuzug in die wunderschöne Stadt ohne genügende Anbindung des öffentlichen Nahverkehrs?

Angebotsschaffung für Firmen und/oder eventuelle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit erleichterten Bedingungen des Fahrwegs? Reisen der Glückstädter auf die stets (und als einzig wichtig) beachtete Insel Sylt? Mit Umstieg in Itzehoe oder Elmshorn? Schaffung von Umweltbewusstsein in Sachen Emissionsreduzierung? Tourismusförderung durch Abschneiden der Bahnverbindungen?

Wie weit schaut also die Verwaltung der Stadt Glückstadt konkret? Wer soll denn die zusätzlichen Verbindungen tagsüber (ich spreche hier von der Zeit vor und nach der Rushhour) nutzen?

Haben die Befragungen der Pendler und Pendlerinnen, die ja sinnigerweise tagsüber – als eben diese arbeiteten – stattfanden, ergeben, dass die Mehrheit der verbleibenden Glückstädter zur vollen Stunde („die wirklich gute Neuigkeit“) in Richtung Hamburg reisen möchte? Haben Sie sich mal die Auslastungen der Züge wochentags vor und nach der „Pendlerzeit“ angesehen?

Aus Ihrer Sicht hat die „engagierte Kampagne.... der Stadt Glückstadt erheblich geschadet“. Wodurch denn? Dass die Stadtverwaltung darauf aufmerksam gemacht wurde, dass die drittgrößte (!!) Pendlergemeinschaft im Verhältnis zur Einwohnerzahl in Schleswig-Holstein die Anbindungen zu den Arbeitsstätten ganz oder teilweise verliert? „...trotz der oben genannten Erfolge.“ Welche Erfolge zählen Sie? Dass es überhaupt noch einen Halt in Glückstadt gibt? Dass der Bahnhof nicht verwaist und einsam der digitale Zugzielanzeiger verwirrt auf dem Bahnsteig steht?

Welche Vorteile überwiegen denn für die Glückstädter, auf die Sie hinweisen? Welchen wichtigsten Zukunftsfaktor meinen Sie? Die Veralterung der Stadt? Wer soll denn die Zukunft in Glückstadt vorwärts bringen? Die Jugendlichen, die JETZT schon keine Perspektive in Glückstadt sehen?

Welche Ziele und Interessen verfolgt denn die Stadt, die jetzt nicht mehr in allen Belangen kompatibel mit denen der Pendler und Pendlerinnen sind? Gab es da jemals gemeinsame Ziele und Interessen?

Wieso hat die Stadt einen Grund stolz darauf zu sein, was in den letzten Monaten erreicht wurde? Die Stadt hat doch den geringsten Anteil daran, dass es noch Verbindungen gibt. Dies ist doch ausschließlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern (meistens Pendlern und Pendlerinnen) dieser Stadt zu verdanken.

Das ist natürlich für die Stadt Glückstadt befriedigend, wenn Sie diesen Kampf als erfolgreich beendet betrachten. Sicherlich, der Kampf ist beendet, ob er wirklich erfolgreich war, sollten Sie vielleicht von den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt abstimmen lassen, ich bin sicher, das Ergebnis würde nicht zu Ihrer Zufriedenheit ausfallen.

Dina Wehner, Glückstadt

Ehrenmedaille

zurückgeben

Eine bodenlose Frechheit ist das, Heiko Schlüter und damit uns allen hier in Glückstadt steuerzahlenden Berufsbahnpendlern öffentlich ins Stammbuch zu schreiben, wir hätten dem Wohnstandort und damit der Stadt Glückstadt erheblich geschadet. Es ist ja wohl im geschichtsträchtigen Rathaus bekannt, wie im alten Griechenland mit Leuten umgegangen wurde, die (schlechte) Nachrichten überbracht haben.

Diese Zustände herbeizureden, könnte möglicherweise ein Bumerang für die breite Mehrheit aus Politik, Verwaltung und deren Chef werden, denn bekanntlich tummeln sich dort auch einige Marathon-Jogger.

Aber mal im Ernst: Heiko sollte seine Ehrenmedaille postwendend in den Briefkasten am Rathaus werfen und wir anderen Schädlinge sollten uns ab Mitte Dezember nach attraktiveren Alternativen umsehen, wo unsere Steuerabgaben und Konsumausgaben auf fruchtbareren Boden fallen als im geschichtsvergessenen Glückstadt.

Karsten H. H. Poetzsch,

Glückstadt

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von
erstellt am 02.Nov.2014 | 16:00 Uhr

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