Neue Wolfgang-Ratke-Schule in Wilster nimmt Gestalt an

So könnte die neue Wolfgang-Ratke-Schule aussehen: Der Altbau bliebe erhalten und beherbergt insbesondere Verwaltung und Fachräume.  Zeichnung: Architektenbüro ppp
So könnte die neue Wolfgang-Ratke-Schule aussehen: Der Altbau bliebe erhalten und beherbergt insbesondere Verwaltung und Fachräume. Zeichnung: Architektenbüro ppp

shz.de von
09. November 2018, 16:22 Uhr

Noch gibt es die neue Wolfgang-Ratke-Schule nur auf dem Papier. Dort nimmt sie allerdings immer konkretere Formen an. In einer zweiten Vorstellungsrunde präsentierte das Lübecker Architekten- und Stadtplanungsbüro „ppp“ jetzt einen aktualisierten Entwurf, bei dem der Altbau erhalten bleibt und in das Gesamtkonzept mit einbezogen wird. Auch die Gesamtkosten konnten gegenüber den ersten Schätzungen gedrückt werden. Statt bis zu mehr als elf Millionen soll das Projekt jetzt knapp 9,5 Millionen Euro kosten.

Anhaltende Probleme mit dem Brandschutz, ständiger Sanierungs- und Renovierungsbedarf sowie vor allem eine nicht mehr zeitgemäße Raumgestaltung sind der Anlass für die Planungen, die jetzt im Bauausschuss des Schulverbands präsentiert wurden. Nach den Vorstellungen der Architekten soll es einen zweigeschossigen Neubau geben, der an das bestehende Gebäude angedockt wird. Vorgesehen ist dabei nicht der Bau von althergebrachten Klassenräumen, sondern von so genannten Klassenhäusern, die ein freies Lernen und viele Entfaltungsmöglichkeiten für die Kinder bieten. Statt altmodischer Flure wird es dann großzügige Nutzungseinheiten geben. Das alles natürlich barrierefrei. Für die Erschließung der oberen Etage ist ein zentraler Fahrstuhl geplant. Ein eventuell auch überdachter Weg soll den Schülern darüberhinaus einen trockenen Weg zur Mensa der nahen Gemeinschaftsschule ebnen.

Große Bedeutung genießt in den Planungen auch die Gestaltung der Außenanlagen. Angedacht sind große Grünflächen, aber auch Spielbereiche und – zum Beispiel – der Bau von Hochbeeten. Als „prägendes Element“ für den neuen Schulhof ist eine wannenartige Sitzecke vorgesehen.

Vom Zeitplan her könnte – bei idealem Verlauf – in eineinhalb Jahren der erste Spatenstich stattfinden. Die reine Bauzeit würde dann zwei Jahre in Anspruch nehmen. Die aktuelle Generation von Grundschülern wird die neue Wolfgang-Ratke-Schule also nicht mehr erleben. Ohnehin ist derzeit völlig offen, wann es losgeht. Der Schulverband hofft angesichts der üppigen Gesamtkosten auf sprudelnde Fördergelder.

Schulleiterin Yvonne Wilhelm hofft auf eine baldige Umsetzung: „Hier können die Kinder atmen und sind nicht mehr in kleinen Räumen eingesperrt.“ Als „optimal“ empfindet auch ihre Kollegin von der angrenzenden Gemeinschaftsschule, Marlis Krumm-Voeltz, den aktuellen Entwurf.

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