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Kommunalpolitik : Neue Struktur für Amtsverwaltung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Künftig soll es im Amt Kellinghusen nur noch zwei statt vier Fachbereiche geben. Mehr Verantwortung für die mittlere Führungsebene.

Die Verschlankung der Führungsebene in der Verwaltung – dieses Ziel hat sich der Amtsausschuss Kellinghusen im Juli gesetzt. Zum Jahresende liegen jetzt erste Ergebnisse vor. Danach sollen die bisher vier Fachbereiche auf zwei reduziert werden, die Mitarbeiter der darunter angesiedelten Fachämter erhalten mehr Verantwortung. Das betonte der neue Leitende Verwaltungsbeamte Jürgen Rebien während der jüngsten Sitzung des Amtsausschusses.

Die Strukturreform geht auf die turbulente Sitzung des Gremiums im Juli zurück, als über die künftige Organisation beraten wurde. Dort ging es auch um die Frage, ob das Amt vom einem Amtsdirektor geführt werden soll. Die Mehrheit entschied sich jedoch dafür, weiterhin mit einem ehrenamtlichen Amtsvorsteher und einem Leitenden Verwaltungsbeamten zu agieren. Gleichzeitig wurde aber beschlossen, die Struktur innerhalb der Verwaltung zu überdenken. „Ziel war es, die Verwaltung zu verschlanken, mehr Verantwortung auf die mittlere Ebene zu übertragen und die Kommunikationswege zu verbessern“, betonte Amtsvorsteher Clemens Preine.

„Und das haben wir ergebnisoffen diskutiert“, sagte Jürgen Rebien. Die Gedanken hätte sich ein neu gebildeter Arbeitskreis gemacht, in dem alle Abteilungen beteiligt gewesen seien. Im Vorwege der Umorganisation habe es eine Aufgabenkritik gegeben, dabei seien auch einige Überschneidungen deutlich geworden. Einige Aufgaben würden auch neu verteilt, unter anderem sei für Wahlen künftig das Hauptamt zuständig und nicht mehr das Amt Bürgerdienste. Und neu werde es ein Liegenschaftsamt geben, das bisher so nicht vorhanden war. Eingegliedert werden alle Fachämter in nur noch zwei Fachbereiche. „Diese beiden Leiter sind dann weniger mit der Sachbearbeitung selbst beschäftigt.“ Dafür erhielten die gebildeten Fachämter darunter nicht nur mehr Verantwortung für die Erledigung der Aufgaben, sondern deren Leitung auch eine weitergehende Personalverantwortung. Einigkeit habe im Arbeitskreis auch geherrscht, die Führungspositionen weitgehend intern auszuschreiben. Auch gänzlich inhaltlich veränderte und zusätzlich erforderliche Arbeitsplätze sollten intern angeboten werden, so Rebien. Ihm war klar, dass mit der neuen Struktur noch keine Stellen wegfallen. Aber langfristig seien zwei A-13-Stellen durch die Reduzierung von vier auf zwei Fachbereiche überflüssig. „Jetzt kommt es auf eine zeitnahe und seriöse Umsetzung an.“ Lob gab es für die Pläne von Reimer Kläschen, Bürgermeister aus Wulfsmoor. „Toll, dass dieser Weg gemeinsam eingeschlagen wird.“ Endlich gebe es ein klares Konzept für die Amtsverwaltung. Und auf längere Sicht würden auch Personalkosten eingespart.

Im Rahmen der Sitzung ehrte Amtsvorsteher Clemens Preine den Wrister Bürgermeister Günther Biehl, der kürzlich in Kiel mit der Freiherr-vom Stein-Medaille ausgezeichnet worden war. Preine würdigte außerdem den Wrister Gemeindevertreter Johann-Hinrich Wrage für seine 25-jährige Tätigkeit im Amtsausschuss und Hauke Vollstedt, der seit zehn Jahren Bürgermeister in Rosdorf ist. Daneben verabschiedete der Amtsvorsteher Sönke Rösch als Wild- und Jagdschadenschätzer. Nachfolger in diesem Amt ist Jürgen Mohrdieck aus Fitzbek.

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