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Viel Arbeit : Neue Stellen für Flüchtlingsbetreuung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Stadt will gleich mehrere neue Arbeitsplätze einrichten: vom Hausmeister über Sozialpädagogen bis hin zum Bufdi.

von
erstellt am 17.Jan.2016 | 16:00 Uhr

Der Arbeitsaufwand hat enorm zugenommen und lässt sich nicht mehr bewältigen: Die Stadtverwaltung braucht mehr Personal, um Flüchtlinge in Glückstadt betreuen zu können. Darüber wurde im jüngsten Hauptausschuss diskutiert. Denn die Politiker mussten dem neuen Personal zustimmen, auch weil diese neuen Arbeitsplätze im Stellenplan für den Haushalt dieses Jahres aufgenommen werden können.

Bei der Problematik geht es um Asylbewerber, die in Glückstadt wohnen – nicht um die Bewohner der Landesunterkunft. Ein Beispiel sind Flüchtlinge, denen Wohnungen zugewiesen werden in der Elbestadt. Zurzeit sind es Ehrenamtliche, die sie aus ihrer jetzigen Unterkunft abholen. Und es sind Mitarbeiter der Arbeiterwohlfahrt (Awo) sowie ein Haus-Handwerker der Stadt, die die Wohnungen einrichten. Eine Erschwernis: Zurzeit gibt es kaum noch Möbel im Sozialkaufhaus, also müssen welche gekauft werden. Die Bandbreite der Aufgaben ist groß. Im vergangenen Jahr hat die Stadt Glückstadt 132 Asylbewerber aufgenommen, in diesem Jahr kommen bis Ende Januar voraussichtlich insgesamt noch einmal 32 hinzu – zugeteilt vom Kreis. Unklar ist, wie sich diese Zahlen weiterentwickeln.

„Die Zahl der anzumietenden Wohnungen hat massiv zugenommen“, erklärt Bürgermeister Gerhard Blasberg. Auch deshalb braucht die Stadtverwaltung personelle Verstärkung, um die Wohnungen einzurichten. Weiterhin sieht er Bedarf bei dem Containerdorf, welches im Gewerbegebiet-Süd entsteht. Dort werde eine Person benötigt, die die Flüchtlinge betreut. Und auch für die Betreuung der Ehrenamtler wird jemand gebraucht.

Dies ist jetzt von der Verwaltung und der Politik auf den Weg gebracht:

❍ Die Koordinierungsstelle Integration von Katharina Schmidt im Rathaus wird von bisher 25 auf 29 Stunden erhöht, weitere zehn Stunden verbleiben wie bisher für die Tätigkeit als Gleichstellungsbeauftragte. Der Koordinierungsstelle Integration wird auf weitere zehn Stunden aufgestockt, wobei diese Arbeit von einer zusätzlichen Kraft geleistet werden soll.

❍ Es wird eine Koordinierungsstelle Flüchtlingsbetreuung geschaffen. Diese beinhaltet Sachbearbeitung, Wohnumfeld und Integration. Diese Stelle ist befristet bis zum 31. Dezember 2017.

❍ Vollzeitstelle für einen Sozialarbeiter für die Containerunterkünfte: Diese Stelle ist mit einem Sperrvermerk des Hauptausschusses versehen. Sie wird freigegeben oder neu beraten, wenn voraussichtlich ab März die Container geliefert werden und dann Flüchtlinge dort im Gewerbegebiet-Süd einziehen.

❍ Vollzeitstelle für die Sachbearbeitung Wohnungsverwaltung. Auch diese Stelle soll bis zum 31. Dezember 2017 befristet sein.

❍ Vollzeitstellen für Hausmeistertätigkeiten für Flüchtlingswohnungen. Auch diese Stellen sind bis 2017 befristet. Die Stadt hat hier bereits zwei Männer eingestellt. Unklar ist, ob die Tätigkeiten eventuell fremd vergeben werden sollen.

❍ Für den Transport von Einrichtungsgegenständen und zum Abholen von Flüchtlingen wird ein Fahrzeug angeschafft. Dies wurde beschlossen, weil das Fahrzeug bereits vorhanden ist.

❍ Es werden zwei Stellen im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes geschaffen. Eine Stelle soll zur Unterstützung der Arbeit im Jugendzentrum dienen, die andere wird bei der Integrationsbeauftragten angesiedelt.

❍ Zuschuss für Mitarbeiter der Arbeiterwohlfahrt. Hier will die Stadt einen Zuschuss gewähren.

Die Kosten, die mit den neuen Personalstellen auf die Stadt zukommen, werden refinanziert über die Integrationspauschale des Landes. Seit dem 1. Juli 2015 erhielten die Kommunen vom Land eine einmalige Integrationspauschale in Höhe von 900 Euro pro Flüchtling. Diese wurde jetzt für Januar und Februar auf 1000 Euro angehoben, ab März erhöht sie sich auf 2000 Euro.


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