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Norddeutsche Rundschau

24. August 2017 | 03:16 Uhr

Elbehafen : Neue Spundwand ist fertig

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Brunsbütteler Elbehafen wird für insgesamt 15 Millionen Euro saniert – die ersten 10 Millionen sind bereits verbaut. Das Land beteiligt sich an den Kosten.

Nach rund einjähriger Bauzeit wurde gestern die neue Spundwand am Brunsbütteler Elbehafen frei gegeben. Das 180 Meter lange Bauwerk verschlang rund 10 Millionen Euro und ist Teil der bis Ende nächsten Jahres dauernden Hafensanierung. An den mit 15 Millionen Euro veranschlagten Gesamtkosten beteiligt sich das Land mit 1,35 Millionen Euro.

„Das war eine Baustelle am offenen Herzen eines in Betrieb befindlichen Hafens“, beschrieb Lutz Dröge von der Tiefbau GmbH Unterweser (Tagu) die größte Herausforderung bei dem Projekt. Denn nebenher lief der Umschlagbetrieb unverändert weiter. Dabei war durch die Errichtung der Spundwand ein Drittel des Elbehafens nicht nutzbar. „Es hat funktioniert“, lobte Hans Helmut Schramm, Chef der Schrammgroup, zu der die Brunsbüttel Ports als Hafenbetreiber gehören. Denn ungeachtet der Baustelle konnte der Gesamtumschlag in Elbehafen, Ölhafen und Hafen Ostermoor im vorigen Jahr auf über elf Millionen Tonnen gesteigert werden. „Ein Rekordergebnis“, so Schramm.

Auch das Setzen der Spundwand vor die alte Kaimauer sei anspruchsvoll gewesen, erklärte Lutz Dröge. Denn die 83 jeweils 65 Meter langen Schrägpfähle, an denen die Spundwand hängt, durften nicht die vorhandene Gründung der Pier beschädigen. Nebenher galt es, den Lärmschutz einzuhalten, damit die Anwohner auf der Südseite nicht über Gebühr belästigt werden. Und: Die Baustelle war auch von den Gezeiten der Elbe betroffen. Außer den Pfählen mussten so genannte Tragbohlen senkrecht gesetzt werden. Insgesamt, so Dröge, seien 3500 Tonnen Stahl und rund 800 Kubikmeter Beton verbaut worden. Damit sei in Brunsbüttel „eine der größten Hafenbaumaßnahmen der letzten Jahre in Deutschland“ umgesetzt worden.

„Wir sind ein Land, das der See zugewandt ist“, erklärte Wirtschaftsstaatssekretär Frank Nägele. Der Zuschuss aus dem „Zukunftsprogramm Wirtschaft“ ertüchtige den Elbehafen für kommende Aufgaben. Zu denen zählt für Nägele unstrittig der Umschlag von Gütern der Offshore-Industrie. Dies sei Bestandteil der Energiewende. In diesem Zusammenhang kündigte Nägele an: „Wir werden uns um die ganzen Nordseehäfen einschließlich Helgoland kümmern.“ Zudem richte das Land jetzt seine Aufmerksamkeit auf die neben dem Elbehafen geplante Vielzweckpier.

Noch offen bei der Sanierung des Elbehafens ist jetzt die Pierplatte. Dort werden zugleich die Schienen für die Krane und die Eisenbahn unmittelbar an der Kaikante neu verlegt. Im Herbst 2014 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

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erstellt am 22.Sep.2013 | 11:45 Uhr

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