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Norddeutsche Rundschau

17. Dezember 2017 | 17:09 Uhr

Fortschritt : Neue Sporthalle nimmt Gestalt an

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Am Montag entscheidet der Kreistag über die Fortsetzung der Bauplanungen.

von
erstellt am 16.Dez.2016 | 05:00 Uhr

Zum Jahresende 2018 können die Schüler des Detlefsengymnasiums voraussichtlich ihre neue Sporthalle in Betrieb nehmen. Dies geht aus Plänen hervor, die das Kreisbauamt gemeinsam mit beauftragten Architekten und Ingenieuren der Politik vorgelegt hat. Am Montag,19. Dezember, entscheidet der Kreistag über die Fortsetzung der Bauplanungen. Die Zustimmung gilt als sicher. Der Bauausschuss hat bereits einstimmig einen entsprechenden Beschluss empfohlen.

6,8 Millionen Euro soll der Neubau nach den aktuellen Schätzungen kosten. Dafür bekommen die Glückstädter Gymnasiasten eine deutlich größere Halle mit einem 24 mal 45 Meter großen Sportfeld, das im Gegensatz zur jetzt 18 mal 33 Meter großen Sporthalle auch Handballspiele ermöglicht. Ein weiterer Vorteil: Der Sportbereich kann in drei gleichgroße Felder geteilt werden, auf denen mehr der knapp 800 Schüler gleichzeitig unterrichtet werden können. Deutlich verbessert werden soll die Barrierefreiheit, das heißt der Zugang zum Beispiel für Menschen im Rollstuhl soll wesentlich vereinfacht werden.

Geplant sind auch zwei Räume für Sporttheorie mit etwa 100 Quadratmetern Nutzfläche. Dies war ein besonderer Wunsch der Schulleitung, die damit moderne Unterrichtskonzepte im Sportbereich umsetzen möchte. Die eigentliche Sporthalle soll neben einem modernen Boden und flexiblen Toren und Sprossenwänden auch mit einem ebenfalls flexiblen Kletterparcours bestückt werden.

Entstehen soll der Neubau dort, wo heute der Parkplatz der Schule am Dänenkamp liegt. So sei es möglich, den Betrieb in der alten Halle bis zur Fertigstellung fortzusetzen, sagt Planer Thomas Rader vom Bordesholmer-Architektenbüro AI-AK, der das Projekt im Kreisbauausschuss vorstellte. Zum Dänenkamp soll eine fensterlose, kompakte Front entstehen, die laut Rader gleich mehrere Vorteile bietet: Neben energetischen Vorteilen sei auch die Lärmbelastung für die Anwohner auf der anderen Straßenseite geringer. Die Halle schirme dabei auch den Sportplatz dahinter besser als bisher ab. Damit der Bau nicht durchgehend mit Kunstlicht versorgt werden muss, sehen die Pläne großflächige Oberlichter vor. Trotzdem bietet das Dach genug Platz für Photovoltaik-Anlagen, die einen Teil des Stromverbrauchs decken sollen. Dies ist nicht die einzige klimafreundliche Verbesserung: Für Wärme soll eine moderne Sole-Wasser-Wärmepumpe mit bis zu zwölf Erdsonden dienen, die eine Fußbodenheizung mit Energie versorgt. Diese Anlage kann im Sommer auch Wärme aus der Halle ins Erdreich befördern und so für Kühlung sorgen.

Abweichend von der heutigen Nutzung werden im Neubau keine weiteren Funktionsräume der Schule untergebracht werden. Für sie soll rund um den bestehenden Heizungsraum ein neues Wirtschaftsgebäude entstehen, in dem unter anderem die Geräte der Hausmeister, ein Fahrradständer für die Lehrer und ein Wartebereich für die Busschüler Platz finden sollen. Vor diesem Nebengebäude ist eine Haltezone für zwei Busse vorgesehen. Der Parkplatz des Gymnasiums soll künftig an die Stelle der heutigen Sporthalle rücken – freilich erst nach deren Abriss Anfang 2019. Während der knapp zweijährigen Bauzeit, die im Sommer 2017 beginnen und im April 2019 enden soll, müssen Schüler und Lehrer ihre Autos also anderswo abstellen.

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