Neue Schlengel-Anlage schon fertig

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08. Mai 2015, 16:43 Uhr

Er ragt weit in das Wasserbecken des Außenhafen hinein: der neue Schlengel. Angebaut wurde er in dieser Woche an einen alten Schlengel, an dem Behördenschiffe schon jetzt festmachen. Der neue Schlengel ist 30 Meter lang und aus Stahl. „Alles Handarbeit und nicht aus dem Regal“, erklärt Klaus Wolter, Bauleiter der Firma Prien aus Hamburg.

Das ist ein Grund für die hohen Kosten von 240 000 Euro. Ein weiterer ist: Ein Schwimmkran musste aus der Hansestadt kommen, um die Anlage zu montieren. Doch zuvor musste „ein Dalben um 60 Zentimeter versetzt werden“, erklärt Ruben Cordes, Bauleiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes. Der Dalben wurde vom Kran herausgezogen und ein Stück weiter wieder in das Hafenbecken festgesetzt. Außerdem wurde noch ein neuer Dalben am Ende der neuen Anlage gesetzt.

Der neue Schlengel gehört dem Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Hamburg. „Wir hatten bisher keinen eigenen im Glückstädter Außenhafen“, erklärt Cordes. Bisher mussten bei Bedarf Arbeitsschiffe an der Kaimauer auf der Süderseite festmachen.

Jetzt soll ab Sommer an dem neuen Steg das Peilschiff des WSA anlegen – Heimathafen ist Wedel. „Das Schiff peilt die Tiefen in der Elbe“, erklärt der Ingenieur. Denn regelmäßig muss die Elbe ausgebaggert werden. Das Schiff wird eingesetzt für die Strecke von Wedel bis St. Margarethen.

An dem alten Schlengel – er ist zum Teil in der Konstruktion noch aus Holz – werden weiterhin die Schiffe der Wasserschutzpolizei und der Glückstädter Feuerwehr festmachen. Der Zugang ist deshalb nur Vertretern von Behörden gestattet.

Für den Bau brauchte das WSA als Bundesbehörde die Zustimmung des Amtes für Küstenschutz (LKN), welches dem Land gehört. Das LKN muss jetzt auch noch nach der Bauabnahme Ende Mai einen förmlichen Vertrag unterzeichnen – dann kann die Anlage genutzt werden. Ursprünglich hatte Ruben Cordes für die Arbeiten zwei Wochen veranschlagt. Froh war er gestern, dass sie tatsächlich in nur einer Woche beendet waren. .

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