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Norddeutsche Rundschau

23. August 2017 | 22:06 Uhr

Umzug : Neue Rettungswache auf Klinikgelände

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das Gebäude in der Kellinghusener Lornsenstraße ist zu klein. Künftiges Haus soll Platz für drei Fahrzeuge und drei Besatzungen bieten.

Mitten in der Stadt, dazu beengt – die Rettungswache in der Lornsenstraße ist ein Überbleibsel aus vergangenen Tagen. „Die Kellinghusener Rettungswache ist der letzte Standort im Kreis Steinburg, der einen frischen Anstrich braucht“, sagt Christian Mandel, Pressesprecher der Rettungskooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH), die den Rettungsdienst betreibt. Ein Anstrich kommt zwar nicht, aber ein Neubau: An der Ecke Luisenberger Straße/Lockstedter Weg auf dem Gelände der geplanten Privatklinik soll eine neue Wache entstehen. Die Pläne stehen, Bauherr wird das Klinikum Itzehoe sein. Die RKiSH wird dann langfristiger Mieter.

Für Christian Mandel und Wachenleiter Oliver Gloy ist der Neubau notwendig, um den Standort Kellinghusen zukunftssicher aufzustellen. Denn die jetzige Rettungswache, obwohl erst im Jahr 2000 an eine bestehende Fahrzeughalle angebaut, ist deutlich zu klein. Ausgelegt ist sie für ein Fahrzeug und eine zweiköpfige Besatzung. Vor fünf Jahren kam aber bereits ein zweites Tagesfahrzeug mit einer weiteren Besatzung hinzu. Für das zweite Einsatzfahrzeug gibt es keine Garage, die beengten Räume müssen sich vier Rettungsassistenten teilen. Und die Lage des historischen Standorts mitten in der Stadt und angrenzend an eine Schule ist nicht zeitgemäß. „Heute bauen wir meist an Ortsein- oder ausgängen wegen der besseren Verkehrsanbindung“, betont Christian Mandel.

Nachdem sich verschiedene andere Standorte in der Stadt zerschlagen hatten, kam die Gesellschaft mit dem Investor des Klinikgeländes ins Gespräch.

Das neue Gebäude wird alle notwendigen Räume und Hallen enthalten – und zwar für drei Besatzungen und drei Fahrzeuge. Grundlage für diese Erweiterung ist die Prognose für die Rettungsdienstfahrten bis 2025. Diese sagt eine erhebliche Zunahme voraus, so Christian Mandel. Bis 2025 soll sich die Zahl der Einsätze um 60 Prozent erhöhen. „Bisher ist die Prognose auch mehr als eingetreten.“ Mit Einverständnis der Krankenkassen als Kostenträger sei die große Lösung möglich, freut sich Mandel. „Dieser Neubau stärkt den Standort Kellinghusen und die medizinische Sicherheit für die Bürger.“ Das Konzept sei teilweise von anderen Wachen übernommen worden. Darin eingeflossen seien aber auch Ideen und Gedanken der Mitarbeiter vor Ort. Errichtet wird der Bau auf einem fast 5000 Quadratmeter großen Gelände, dass eine eigene Zufahrt bekommt. Der Baubeginn steht noch nicht fest, demnächst sollen die Unterlagen beim Bauamt eingereicht werden.

Und für die alte Rettungswache zeichnet sich eine Nachnutzung ab. Falls es mit deren geplanten Umzug auf das Liliencron-Gelände klappt, könnte der DRK-Ortsverein auf dem Grundstück, das sich im Besitz des Kreisverbands befindet, sein Heim mit allen Angeboten unter einem Dach einrichten. Die Bereitschaft mit ihren Fahrzeugen ist dort schon zuhause.

 

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erstellt am 12.Okt.2014 | 08:15 Uhr

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