Ortsarchiv : Neue Räume und uralte Dokumente

14 Kartons voll mit Dokumenten der Horster Zeitgeschichte überließ Amtsverwaltungschef Willi Kühl (l.)  Werner Schlüter vom Horster Ortsarchiv.
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14 Kartons voll mit Dokumenten der Horster Zeitgeschichte überließ Amtsverwaltungschef Willi Kühl (l.) Werner Schlüter vom Horster Ortsarchiv.

Das Ortsarchiv in Horst ist um einige Schätze reicher: Aus der Verwaltung gab es 14 Kartons mit historischen Akten, Unterlagen, Fotos und mehr.

shz.de von
23. Februar 2014, 16:00 Uhr

Die Arbeitsgemeinschaft Horster Ortsarchiv ist um ausgesprochen wichtige Dokumente der Horster Zeitgeschichte erheblich reicher und damit substanzieller geworden. 14 Kartons mit historischen Akten, Unterlagen, Fotos und einiges mehr wurden kürzlich vom leitenden Verwaltungsbeamten Willi Kühl an das Ortsarchiv übergeben.

Vieles davon reicht weit in die Zeit der Verwaltung durch die klösterlich Uetersener Kirchspielvogtei zurück. Darunter auch Protokolle von Sitzungen der Horster Armencomüne, Verwaltungsakten des Armenhauses und Schriftverkehr des Klosterprobsten.

Aber auch jüngere Unterlagen wie Satzungen der Horster Sparkasse, Chroniken der Hahnenkamper und Grönländer Schule oder wiederum uralte Steuerunterlagen sind dabei. Selbst „Geheimunterlagen“ aus dem Ersten Weltkrieg, die das Verhalten bei Fliegerangriffen regeln und den Umgang mit Spionen vorgibt, wurden dabei entdeckt.

Die jüngsten Akten behandeln Entschädigungen für von den Besatzungstruppen verursachte Schäden nach dem Zweiten Weltkrieg. Auch die Wahlvorschlagslisten zur ersten demokratischen Gemeinderatswahl 1946 befanden sich in den Kartons. Wie sehr sich Horst in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat, zeigen Luftaufnahmen vom Ort aus den 1970er Jahren, die sich ebenfalls bei den Schätzen befinden.

„Alle Akten, Unterlagen und Fotos werden nun sorgfältig archiviert, danach stehen sie Historikern, Heimatforschern und allen Interessierten zur Einsichtnahme zur Verfügung“, so Werner Schlüter vom Ortsarchiv.

Der Zeitpunkt der Übergabe ist gut gewählt, denn erst durch den Umzug des Archivs ins neue Vereinshaus „Op de Host“ an der Schulstraße 1b ist die Arbeitsgemeinschaft räumlich in der Lage, diese große Menge an Dokumenten aufzunehmen. „Die Arbeitsgruppe ist überaus zufrieden mit den neuen großen Räumlichkeiten, in denen es sich bestens arbeiten und archivieren lässt. Unser Dank dafür gilt der Gemeindevertretung und dem Bürgermeister“, sagte Schlüter.

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